Schlusswort* Die ethnologische Abtheilung, aus welcher diese „Original-Mittheilungen” hervorgegangen sind, hat gegenwärtig ihre Räumung erhalten, und die Verwaltung ist nach dem Museum für Völkerkunde verlegt. Betreffs des Bauplanes waren die Berathungen darüber auf eigene Initiative hingewiesen (unter den Bedingnissen der Platzverhältnisse), indem die hier, in Errichtung eines selbst ­ ständigen Museums für ethnologische Sammlungen gestellte Aufgabe, mit dem diesmaligen Falle zuerst herangetreten war. Aehnlicherweis lag es in Betreff der hinsichtlich des Umzugs zu treffenden Massnahmen, da bei dem eigenartigen Charakter dieser für ein neues Forschungs ­ gebiet in Bildung begriffenen Material-Ansammlungen Präcedenzfälle fehlten, aus denen frühere Erfahrungen hätten in Verwerthung gezogen werden können. Unter den erörterungsfähig gebotenen Ueberlegungen musste für die Art der Ausführungsweise der darin bewährt erfundenen Probe die Entscheidung anheimgestellt bleiben und solcher, im Uebrigen, mit zunehmender Aengstlichkeit entgegengesehen werden, als die Complicationen der Massen- Anhäufungen mit accumulirenden Steigerungen anwuchsen, mit dem Dahinfliessen der Jahre, ohne dass der mit jedem derselben dringenderen Verwirklichung des Neubaus, entgegenstehender Hindernisse wegen, diejenige Beschleunigung ertheilt werden konnte, wie von den Bedürf ­ nissen deutlichst, und immer dringender, gefordert. In Beengung der überfüllten Räumlichkeiten, wie ursprünglich zugemessen, hatte auf Uebersichtlichkeit der Anordnung, auf eine Aufstellung überhaupt, längst bereits verzichtet werden müssen; für den Bestand der älteren Verzeichnisse, deren Anlegung vor die, bei einem methodischen Studium leitenden, Gesichtspunkte zurückfielen, waren in Folge durchgreifend benöthigter Rectificationen zuverlässige Anhalte mehr und mehr verloren gegangen, während andererseits die neu hereingeströmten Vermehrungen, nach kaum flüchtiger Durchsicht beim Empfang, der Zugänglichkeit sich entzogen, weil theils in den Kellerräumen aufgespeichert, theils untergebracht in zerstreuten Magazine-Aushülfen, um dort wieder, je nach temporärer Benutzbarkeit derselben, Umherschiebungen und Versetzungen zu erleiden, der Controle grossentheils entzogen. Jede Nachprüfung hatte aufgehört, soweit nicht durch unerlässlichste Anforderung der Conservirung erzwungen, (falls die Ausführbarkeit dies zuliess). Wenn unter solchen Schwierigkeiten, deren bedenkliche Tragweite einem in Museums- Angelegenheiten praktisch geübten Auge keiner besonderen Hervorhebung bedarf, die Ueber- führung der Sammlungen vorgenommen werden sollte, durfte vorerst nur eine rein provisorische x ) p In der prähistorischen Abtheilung dagegen, welche dem Directorial - Assistenten Dr. Voss unterstellt ist, wird die Einordnung sogleich einen definitiven Charakter tragen und in erster Linie die Alterthümer der Mark Brandenburg umfassen (im Erdgeschoss, wo ausserdem die ebenfalls bereits geordneten Sammlungen aus Dr. H. Schliemann’s Schenkung localisirt sind). Bei den ethno ­ logischen Sammlungen des ersten und zweiten Stockwerks finden sich die Directorial-Assistenten Dr. Grünwedel und Dr. Grube beschäftigt, sowie Dr. von Luschan, der zugleich im dritten Stockwerk die anthropologischen Sammlungen anordnen wird (nach beabsichtigter Anlage derselben).