B. Referate. Urgeschichte. 373 sieht, erklärt T. die letzteren direkt als pathologisch. Hierzu rechnet er vorzugs ­ weise die Verschmelzung der Zahnwurzeln, und darin stimmen mit ihm Martin, Rüge, Ernst und Felix überein. Den Schmelzfalten der Zähne will er keinen ■entwickelungsgeschichtlichen Wert beimessen, dafür bespricht er ausführlich die Bedeutung des Carabellischen Höckerchens resp. Grübchens an den Mahlzähnen, welches er als eine für den Menschen typische und in progressiver Entwickelung begriffene Bildung hält. jj r Oskar v. Hovorka- Wien. y. Schweiz. 406. R. Ulrich: Der Grabhügel im Wieslistein bei Wangen, Kr. Zürich. Anzeiger für Schweiz. Altertumskunde, 1902/03. N. F., Bd. IV, S. 8—17. Mit 2 Tafeln u. Textillustrationen. Dieser grosse Tumulus enthielt 10 Skelette und mindestens 11 Brand ­ gräber der I. Eisenzeit und ergab eine Reihe sehr schöner Funde. Darunter sind mehrere Gürtelbleche, Fibeln und besonders zahlreiche Thongefässe zu erwähnen. Leider wurde die Untersuchung nicht mit der nötigen Genauig ­ keit durchgeführt. Heierli-Zürich. 407. H. Kasser: Jahresbericht des Historischen Museums in Bern pro 1902. 74 S. und 1 Tafel mit dem Bildnis des verstorbenen Dr. E. v. Feilerberg. Der Jahresbericht enthält einige biographische Notizen über den ver ­ storbenen Prähistoriker Fellenberg, ausserdem aber besonders einen Bericht über die Ausgrabung des neolithischen Pfahlbaues Burgäschi, Kt. Solothurn, welche von den Museen Solothurn und Bern gemeinschaftlich durchgeführt wurde. Man fand zwei Kulturschichten übereinander. Unter den Funden waren die Thonscherben und Feuersteine am zahlreichsten, bei welch letzteren namentlich schöne Pfeilspitzen liegen. Die Ornamentik der Gefässe war meist sehr einfach. Reihen von Finger-Eindrücken und Buckeln kamen nicht selten vor; das Schnurornament war selten. Nefrit und Jadeit wurde nur in wenigen Stücken gefunden, auch Horn- und Knochengeräte waren nicht häufig, dagegen gelang es, mehrere Holzobjekte zu finden, worunter Schalen und Kellen. Die Knochenreste stammen von Bär, Dachs, Wolf, Fuchs, Biber, Wildschwein, Edelhirsch, Elen, Reh, Urstier, Torfhund, Torf ­ schwein, Torfschaf und Torfkuh; auch Reiher und Wildente waren vertreten. In der Nähe des Pfahlbaues fand sich ein Hockergrab. Heierli-Zürich. 408. A. Näf: Le cimetière gallo-helvète de Vevey. Separatabzug aus dem Anzeiger für Schweiz. Altertumskunde 1902—1903. 64 S. mit zahlreichen Textillustrationen u. Tafeln. Vevey ist das römische Vibiscum. Wie an vielen andern Orten, haben die Römer auch hier ihre Niederlassung neben und über einer älteren Siedelung