B. Referate. Anthropologie. 329 condyl. ant). Dritte Gruppe: Durch Eindrücke der Gefässe, Nerven oder Gehirnhäute bedingte Varietäten. Vierte Gruppe: Überzählige (Wormssche) Knochen. Fünfte Gruppe: Vermehrte Ossifikationspunkte. Sechste Gruppe: Abweichungen von der mechanischen Ordnung (Hydrocéphalie, Mikrocephalie etc.). Siebente Gruppe: Dystrophische Varietäten (z. B. Pneumatisation der Apophysen im Keilbein und Hinterhauptsbein; senile Atrophie des Schädeldaches). Achte Gruppe: Missbildungsvarietäten. Dr. Oskar v. Hovorka-Wien. 358. G. Paravicini: Prebasioccipitale in cranio adulto. Gazetta del Manicomio della Prov. di Milano, 1903. (8 S.) Eine für die Entscheidung der Ossifikationscentrenfrage nicht unwichtige Varietät fand P. bei einem Irrenschädel des Irrenhauses zu Mombello, bei welchem sich ein fast vollkommen individualisiertes, durch Verwachsen des Synchondrosis sphenobasilaris mit dem Postsphenoides ganz verschmolzenes und vermittelst einer etwa 9 mm breiten Knochenbrücke mit dem os basioccipitale verbundenes os praebasioccipitale zeigte. Von Albrecht wurde dieser im J. 1878 beschriebener Knochen (Os basioticum) als der Körper des ersten Schädelwirbels im Sinne Göthes und Owens aufgefasst. Dr. 0. v. Hovorka-Wien. 359. G. Paravicini: Fori e canali del basioccipitale. Rendiconti del R. Istit. Lomb. di sc. e lett. 1903. Serie II, Vol. XXXVI. Milano 1903. S. 480—488. Um die grundlegende Arbeit W. Grubers (nicht Grüber!) über die verschiedenen Kanäle des Hinterhauptsbeines zu revidieren, welche sich auf 4000—5000 Schädel erstreckt, untersuchte P. 296 Schädel des Irrenhauses zu Mombello in derselben Richtung und half viel dabei mit einer gefärbten Flüssigkeit, die er mit einer Pravazschen Spritze injicierte. Während Gruber alle Kanäle in drei Gruppen vereinigte, teilt P. die basioccipitalen endo- und ektokranischen Foramina folgendermassen ein: 1. Canalis basilaris medianus superior (von welchen er zwei besondere Fälle beschreibt), 2. Can. basilaris inf. vel cordalis, 3. Can. verticalis, 4. Can. uniperforatus. Er be ­ antragt von den drei Gruppen Grubers (1. Can. basilaris medianus sup., 2. Can. basilaris inf., 5. Canalis basilaris medianus bifurcatus) die dritte zu streichen. Dr. O. v. Hovorka-Wien. 360. G. Paravicini: Interparietali e preinterparietali. Rendiconti del R. Istit. Lomb. di scienze e lettere, 1903. S. II, Vol. XXXVI. S. 129—148. P. unterwirft eine Arbeit des Dr. Rossi, welcher sich mit demselben wissenschaftlichen Material (Schädelsammlung in Mombello) vor kurzem be ­