328 A. Originalarbeit. — B. Referate. Anthropologie. demnach ganz verschwinden. Es haben also die Städte keinen schlechten Einfluss auf die wohlhabenden, länger in ihnen verweilenden Familien; es kann keine Rede davon sein, dass diese Familien durch das Stadtleben aufgerieben werden. Es wäre allerdings in dieser Beziehung noch eine Frage zu beantworten. Wenn bei verschiedener Fruchtbarkeit der Stände die Anzahl der selbst zur Befruchtung gelangenden Kinder ungefähr die gleiche ist, 1 ) und auch die Anzahl steriler Ehen die gleiche ist, wird dann vielleicht trotzdem ein relativer Unterschied zwischen den Klassen hervorgerufen, indem verhältnismässig mehr Leute aus der einen Klasse ledig bleiben als aus der anderen? Auf diese Frage kann ich einstweilen keine Antwort geben; ich vermute aber, dass die Unterschiede in dieser Beziehung nicht gross sind. Wie dem auch sei, es würde mich sehr freuen, wenn meine Resultate in anderen Ländern Nachprüfung erfahren würden, und so lange dies nicht geschehen ist, möge man meine Schlüsse nicht mit der aprio- ristischen Bemerkung zurückweisen, dass das, was für Holland gilt, für andere Länder nicht richtig zu sein braucht. Mit diesem Argu ment könnte ich auch die Untersuchungen anderer Forscher zurück ­ weisen, bis alle Länder untersucht sein werden. Ich glaube auch nicht, dass in dieser Weise mein von anderen Forschern abweichendes Resultat erklärt werden kann; wir verfolgen eben verschiedene Methoden. Nun mögen andere entscheiden, welche Methode die beste ist. B. Referate. I. Anthropologie. 357. Le Double: Les variations osseuses. Gazette médicale du Centre. (Tours) 1903. Année VIII, Nr. 1. Sowie früher von Le Double eine Abhandlung über die Varietäten des Muskelsystems erschienen ist, versucht er jetzt eine ähnliche Klassi ­ fikation der Knochenvarietäten des Schädels aufzustellen; dabei stellt er sich vorzugsweise auf dem vergleichend-anatomischen Standpunkt. Erste Gruppe: Reversive, theromorphische, atavistische oder Vererbungsvarietäten (z. B. zungenförmige Lambdaapophyse, Torus occipitalis transv. etc.). Zweite Gruppe: Durch Verknöcherung der Dura mater oder eines fibrösen Liga- mentes bedingte Varietäten (z. B. doppeltes, dreifaches, vierfaches For. 1) Auch dies wurde durch obengenanntes Bureau nachgewiesen.