308 B. Referate. Ethnologie. muss man genauer die Wohnplätze der Leute kennen, welche ihre Toten auf den Bergeshöhen Jujuys bestattet haben. Dr. R. Lehmann-Nitsche-La Plata. 344. Robert Lehmann-Nitsche: Nuevos objetos de industria humana encontrados en ia caverna Eberhardt en Ultima Esperanza. Revista del museo de La Plata, 1902. Bd. XI, S. 55—69, 1 Tafel. Neue Funde aus der bekannten Höhle in Patagonien, über die bereits berichtet wurde (Centralbl. 1900, p. 113, 371,). Die Höhle ist leider nicht wissenschaftlich erforscht worden und Abenteurer durchwühlten alles, um es in Sandy Point (Punta Arenas) in der Magellanstrasse in den Handel zu bringen. So konnte Yerf. ein zusammengenähtes Stück Leder erwerben; es ist wahrscheinlich Fragment einer Ledertasche, von der sich zufälliger ­ weise gerade der ehemals geflickte Teil erhalten hat. Der Riss, den das Leder bekommen hatte, wurde an einer feinen Sehne in einfach fortlaufender Naht zusammengezogen und auf das Ende noch ein Flicken daraufgesetzt. Ein Lederstreifchen hat beide Ränder mit Einkerbungen versehen, möglich, dass hier eine Art Verzierung vorliegt, es sich also um die Anfänge der Kunst handelt. Aus dem rudimentären Metacarpus einer Pferdeart ist ein Pfriemen hergestellt, aus einem hohlen Yogelknochen eine Art Nadel, wahr ­ scheinlich, um schmale Lederstreifchen wie einen Nähfaden durch zusammen ­ zunähendes Leder durchzuziehen. Aus dunkelrötlichem Feuerstein ist ein Messerfragment. Zwei menschliche Metacarpalia und ein Metatarsus sind grácil, verhältnismässig lang und gerade gestreckt; sie stammen offenbar von demselben, vielleicht weiblichen Individuum. Am Schluss ist eine vollständige Literaturzusammenstellung über die Eberhardshöhle und das Grypotherium Darwinii var. domesticum zugefügt.. Selbstbericht. 345. Robert Lehmann-Nitsche: Hallazgos antropológicos de la caverna Markatsh Aiken (Fatagonia Austral). Revista del Museo de La Plata, 1903. Bd. XI, S. 171—177. Die Funde aus der Eberhardthöhle hatten bis dahin vereinzelt dasre- standen. Yerf. konnte aber danach einen anderen Fund sicherstellen, der schon vor längerer Zeit von Hauthal eingeliefert war, die Resultate einer Ausgrabung in der oben angegebenen Höhle. In dieser hatte der Besitzer des Terrains einen trockenen Kadaver, landläufig als Mumie bezeichnet, ge ­ funden, der in das Museum zu Breslau (!) gelangte. Hoffentlich wird durch Professor Thilenius bald etwas über seine Eigentümlichkeiten bekannt. Es konnte aber nicht festgestellt werden, in welcher Beziehung diese „Mumie“ zu den Funden stand, welche Hauthal in der Aschenschicht machte, die