B. Referate. Anthropologie. 281 9 Jahren war derselbe 112 cm lang, 18,5 Kilo schwer, der Kopfumfang betrug in vivo 380 mm, der Kopfindex 76,92. Der Umfang des präparierten Schädels betrug 360 mm, seine Kapazität 424 ccm, der Längsdurchmesser 140 mm, der Querdurchmesser 100 mm; die Gesichtshöhe 57, die Jochbreite 100 mm; der Schädelindex wurde mit 71,4 berechnet; er war somit dolicho- cephal und chamaeprosop. — Im Anschluss an diesem Fall bespricht P. die heute gangbaren Theorien über die Entstehungsursache der Mikrocephalie und hält auch seinen Fall für einen Beleg gegen die Yirchowsche Theorie, betreffend die frühzeitige Synostose der Schädelknochen. Am Schlüsse folgt eine kurze Zusammenstellung der neueren italienischen Arbeiten über Mikro ­ cephalie. Br. Oskar v. Hovorha - Wien. 312. G. Paravicini: Di un idiota microcephala. Gazetta del Mani- comio in Mombello. (Milano) 1902. (35 S.) Eiue im Irrenhause zu Mombello lebende mikrocephale epileptische Kranke, welche P. dortselbst untersuchte, hat eine Körperhöhe von 138 cm; der Kopfumfang misst 440 mm, der Längsdurchmesser 152 mm, der Quer ­ durchmesser 122 mm, der Kopfindex 80,26. Der Kopf ist demnach mikro-, brachy-, plagio- und etwas akrocephal. Überdies weist die behaarte Kopf ­ haut dieser Kranken eigenartige Flecke auf, welche in der Richtung der Lambclanaht verliefen. Br. Oskar v. Hovorka-Wien. 313. G. Paravicini: Di un interessante cranio deformato. Gazetta del Manicomio della Prov. di Milano, 1903. Sdrabdrk., 24 S. In der Schädelsammlung des Irrenhauses von Mombello befindet sich ein auffallend deformierter Schädel eines im J. 1851 dortselbst verstorbenen Irren, welcher an epileptiformen Anfällen litt und wie ein Hund bellte; er starb plötzlich, ohne dass durch die Autopsie die Todesursache aufgeklärt worden wäre. Der Schädel ist plagio- und akrocephal, plagioprosop; alle Nähte der Schädelkapsel, sowie fast alle Nähte des Gesichtes zeigen eine deutliche Atrophie. Die Impressiones digit. im Schädelinnern sind tief, während rechterseits die Furche der Art. meningea media fehlt. Für die Ansicht des sagittalen Schädeldurchschnittes von innen schlägt P. die Be ­ zeichnung „norma“ verticalis interna, für die Ansicht des Schädelgrundes von oben „norma “ basilaris interna vor. Br. Oskar v. Hovorka-Wien. 314. Walter Channing: The mental status of Czolgosz, the assassin of President McKinley. Amer. Journ. of insanity, 1902. Yol. LIX, No. 2. Nach den psychologischen Auseinandersetzungen des Yerf. erscheint es wahrscheinlich, dass Czolgosz geisteskrank war. Erbliche Belastung ist gering; eine Tante war geisteskrank. Der Yater des Cz. soll sich an der