B. Referate. Anthropologie. 279 eines aus 4 Zellen bestehenden Furchungsstadiums von Macacus nemestrinus, als besonders interessant hervorgehoben zu werden. Dem Ganzen vorgeheftet ist ein von Hubrecht gezeichnetes Lebens ­ bild, sowie ein Portrait Selenkas. p. Bartels-Berlin. 306. Ernst Unger: Geschwänzte Menschen und ihre Entwickelungs ­ geschichte (nach gemeins. Unters, mit Hm. Brugsch). Zeit ­ schrift f. Ethnologie, 1903. Bd. XXXV, Heft 2/2, S. 469 bis 475, 6 Abb. Verf. beantwortet die Frage: Handelt es sich um wirkliche Schwanz ­ bildungen im atavistischen Sinne? bejahend, indem er die Resultate der Fntwiekelungsgeschichte in drei Sätzen zusammenfasst: 1. Der menschliche Embryo besitzt einen voll entwickelten Schwanz, der auf der Höhe seiner Entwickelung (bei Embryonen von 9 —12 mm Länge) genau so segmentiert ist wie der Rumpf und 8, vielleicht noch mehr, Steisswirbelsegmente ent ­ halten kann; 2. Avenn der Schwanz sich zurückbildet, so enthält èr in seiner Basis noch die (5) Wirbelanlagen; der untere Teil ist wirbellos und wird Schwanzfaden genannt; 3. ursprünglich liegt der Schwanzfaden in der Ver ­ längerung der Wirbelachse, allmählich rückt er auf der Rückenfläche in die Höhe. Da, wo er sitzt, endet das ligamentum caudale. — Aus Satz 1 folgt die Widerlegung des Einwandes, dass man niemals wahre Wirbel oder Wirbelanlagen in den Schwanzbildungen gefunden hat, indem schon Waldeyer hervorhob, dass die Epoche der Schwanzwirbel beim Menschen soweit zurück ­ liegt, dass der einzelne in seiner Entwickelung schon einen grossen Schritt rückwärts thun müsste, Avenn er die SchwanzAvirbel seiner Embryonalzeit in das postfoetale Leben mit hinübernehmen wollte. Dass die Schwänze oft an der Dorsalseite des Steiss- oder gar des Kreuzbeines angeheftet ge ­ troffen werden, erscheint nach Satz 2 verständlich. Ein dritter Einwand; dass ähnliche Bildungen auch an anderen Körperstellen Vorkommen, wird mit der Bemerkung abgethan, dass eine Ähnlichkeit im anatomischen Sinne nicht anerkannt werden könne. P. Bartels-Berlin. 307. Gaetano Perusini: Contributo allo studio della polimastia. Giornale di psichiatr. din. e tecnica maniconi. (Ferrara) 1903. Anno XXXI, Heft 1 u. 2. 308. Giuseppe Paravicini: Casi di polimastia e plejomazia in indi ­ vidui di sesso maschile. Archivio di psichiatr., 1903. Voi. XXIV, Heft 3, S. 249. Perusinis Fall betrifft einen AvohlentAvickelten Soldaten ohne sonderliche Degenerationszeichen. Die beiden überzähligen Brustwarzen sitzen unterhalb und nach innen von den normalen Warzen.