B. Referate. Urgeschichte. 247 mitteldeutschen Zonenbechern und weiterhin den Schnurbechern kommt A. zu dem Schluss, dass ihr Ursprung in Thüringen oder .Nordböhmen zu suchen sei. Indem er des Ref. Ansicht über die Beziehungen zwischen Zonenbechern und Schnurbechern (Zonen-Schnurbecher) annimmt, leitet er Typus a von den Ausläufern des Schnurbechers ab, welche von der alten Form viel beibehalten, aber vom Glockenbecher (Zonenbecher) das Prinzip der Ornamentierung von abwechselnd glatten und verzierten Zonen über ­ nommen haben. Typus b scheint aus zwei verschiedenen zusammenlaufenden Linien abzustammen. Die eine entspringt von den Ausläufern der Schnur ­ becher, welche durch die Berührung mit den Glockenbechern stark beein ­ flusst sind. Die zweite Linie geht von den Glockenbechern aus und ist möglicher Weise beeinflusst durch die Berührung mit Bechern, welche zur ersten Linie gehören. Wenn auch dieser und jener Punkt den Ausführungen A.’s diskutabel ist, so ist hierdurch doch bezüglich des englischen Materials eine gute Grundlage für die weitere Behandlung der in Frage stehenden Probleme geschaffen. Br. A. Götze-Berlin. 8. Deutschland. 280. A. Götze: Burgwall und Pfahlbau bei Freienwalde a. 0. Nach ­ richten üb. deutsche Altertumsfunde, 1902. Jhg. XII, S. 85. Östlich von Freienwalde hat v. Ledebur schon 1852 einen Burgwall erwähnt, der neuerdings in den Durchmessern von 144 und 76 m gemessen ist und unverzierte Scherben ergeben hat. An ihn schliesst sich ein Pfahl ­ bau in der sumpfigen Wiese an, im Rechteck von 18 zu 10 m in 8 Reihen geordnet, aus starken, scharf zugespitzten Eichenpfählen bestehend, die noch 2 m tief unter die Oberfläche hinabreichen; verzierte Thonscherben fanden sich nur an einer Stelle dabei. Prof. Br. Walter-Stettin. 281. A. Götze: Eine slavische Bronzestatuette. Nachrichten über deutsche Altertumsfunde, 1903. Jahrg. XIII, Heft I, mit Abbildungen. Auf einem bisher nicht bekannten Burgwall dicht an der Oder bei Schwedt ist unter vielen charakteristischen Resten einer slavischen Ansiedlung auch eine 5,5 cm grosse Bronzefigur zum Vorschein gekommen, die durch Guss in der verlorenen Form hergestellt sein muss. Sie stellt einen Mann mit in die Hüften gestemmten Armen dar, dessen spitzer Hut, starker Schnurrbart und kurzer Rock recht wohl zur Tracht der bekanuten Stein ­ figuren aus dem slavischen Kulturkreise passen würde, wenn auch die sonstigen Attribute fehlen. Somit bleibt fraglich, ob eine slavische Gottheit vorge ­ stellt sein soll. Aus dem beträchtlichen Scherbenmaterial folgert Götze