В. Referate. Urgeschichte. 239 besonders glaubte man ihre moderne Herstellung aus der guten Erhaltung und dem Fehlen der Patina herleiten zu dürfen. Der Verfasser tritt für die Echtheit ein unter Hinweis auf den Unterschied der Ateliers und Stationen, den Reichtum des Landes an Feuerstein und die ausgezeichnete Geschick ­ lichkeit seiner Bewohner; er unterscheidet 16 Formen von Pfeilspitzen und schildert die übliche Weise des Suchens, die noch heute nie versagt. Statistisch wird festgestellt, dass seit 30 Jahren aus einem beschränkten Gebiet ungefähr 500 Pfeilspitzen jährlich gesammelt sind; die in 20 Sammlungen zerstreuten Stücke von nachweislich burgundischer Herkunft werden aufgezählt: so er ­ scheint Grund und Boden dort als eine unerschöpfliche Mine, eine Jahr ­ hunderte hindurch von wirklichen Künstlern ausgeübte Industrie hat der Gegenwart noch reiche Überreste gelassen. Prof. Dr. Walter-Stettin. 273. G. Courty: Les Eyzies et les bords de la Vezére. L’Homme préhistorique, 1903. Bd. I, Nr. 1, S. 10, avec fig. 274. E. Rivière: Les parois gravées et peintes de la grotte de la Mouthe. Ebendas. Nr. 3, S. 65, avec fig. 275. A. de Mortillet: Sur quelques figures peintes et gravées des grottes des environs des Eyzies. Ebendas. Nr. 2, S. 43, avec fig. Diese 3 kurz hinter einander erschienenen Aufsätze geben ein zu ­ sammenhängendes Bild von dem jetzigen Stand und den neusten Funden im Gebiet der Höhlenforschung des Departement Dordogne. Courty er ­ läutert an der Hand eines Kärtchens die 11 berühmtesten paläolitliischen Lokalitäten bei Tayac-les-Eyzies an den Ufern der Yezere; Cro-Magnon lieferte die von Broca untersuchten Skelettreste, les Eyzies Skulpturen von Elfenbein, Laugerie-Haute und -Basse neben Resten von Equiden und Renn ­ tieren auch Feuersteinartefakte der ältesten Typen, die Grotten von la Mouthe, Eont-de-Gaume und Combarelles endlich eingemeisselte und gefärbte Fels ­ zeichnungen. — Letztere beschreibt Rivière, der sie 1897 zuerst publizierte Und mehrfach angefochten wurde, von neuem, soweit sie die Grotte la Mouthe enthält; er unterscheidet in der auf 140 m freigelegten Grotte bei einer Höhe von 2 m nach den Malereien einen Bisonsaal und einen Saal der ge ­ fleckten Wiederkäuer. Im einzelnen fällt in einer Gruppe zwischen ver ­ nickelten oder unvollendeten Darstellungen von kuh- oder katzenähnlichen I ieren ein vollständig und gut gezeichneter Bison auf, in einer zweiten ein vortrefflicher Renntierkopf, ein Steinbock und ein Mammut, dieses kommt auch in der dritten Gruppe neben pferdeartigen Tieren und Wiederkäuern vor? Aie schwärzliche Flecke auf dem Körper zeigen. Die Zeichnungen sind von ver ­ schiedenem Wert und rühren wohl von mehreren Künstlern her, die darge ­ stellten Tiere entsprechen den in den magdalenischen Schichten gefundenen