220 ß. Referate. Ethnologie. suchte Weisbach nunmehr auch die Slovenen. Als Material dienten ihm 2481 im Alter von 21 bis 25 Jahren stehende Soldaten. Die Untersuchung ergab folgendes Resultat: die durchschnittliche Körperlänge beträgt 1683 mm, Grosse (1700 mm und darüber) 40°/ 0 , Kleine (unter 1600 mm) 4°/ 0 . Dunkle Haare fanden sich bei 49°/ 0 (davon schwarz 6,4 °/ 0 ), lichte (blond und rot) bei 31 °/ 0 ; der Rest entfällt auf die hellbraunen Haare. Die Augen sind meist licht 53 °/ 0 (31°/ 0 blau), seltener braun 31°/ 0 , und mischfarbig 15 °/ 0 - Die Hautfarbe ist zu 57 °/ 0 weiss, 22°/ 0 gelblich und 20°/o dunkel. Der helle Typus (helle Augen, blonde Haare) ist mit 25 °/ 0 , der dunkle (dunkle Augen, dunkle Haare) mit 23 °/ 0 vertreten; 52°/ 0 ent ­ fallen auf Mischtypen. Die Kopflänge beträgt 185 mm, die Kopf breite 156 mm, der Index 84,3. Dolichoide (unter Ind. 80) kommen nur 13 °/ 0 vor. Die vom Referenten aus der beigegebenen Tabelle berechnete Zahl der Hyperbrachycephalen (über Ind. 84) beträgt 41,3 °/ 0 . Nennenswerte Unterschiede finden sich zwischen den Bewohnern ver ­ schiedener Kronländer. So z. B. sind die Krainer Slovenen die kleinsten (1673 mm) und besitzen die wenigsten Dolichoiden (6,9°/ 0 ). Sehr eigen ­ tümlich sind die Verhältnisse im Küstenlande. Hier finden sich die meisten ausgesprochen blonden Haare (36,7 °/ 0 ), dabei aber auch die meisten dunklen (53 °/ 0 ), worunter wieder 10°/ 0 rein schwarze vorhanden sind. Dement ­ sprechend existieren liier die wenigsten Mischtypen. Von den reinen Typen ist der helle mit 28,8 °/ 0 , der dunkle mit 27,6 °/ 0 vertreten. Der Wert der vorliegenden Arbeit wird erhöht durch das reiche anthro ­ pologische Material, das der Autor zum Vergleich heranzieht. Er vergleicht die Slovenen mit den ebenfalls von ihm untersuchten ostalpinen Deutschen und Südslaven, sowie mit verschiedenen nordslavischen Stämmen. Von den benachbarten Deutschen in Kärnten und Steiermark unterscheiden sich die Slovenen besonders durch häufigeres Vorkommen des dunklen Typus und überhaupt der reinen Typen, durch selteneres Vorkommen grauer Augen und der Mischtypen, durch grössere Brachycephalie (Kärnten Ind. 81,7, Steier ­ mark 82,9) und selteneres Auftreten von Dolichoiden (Kärnten 31,5 °/ 0 , Steiermark 19°/ 0 ). Nicht berücksichtigt wurde die Form des Gesichtes. Es sei darauf hingewiesen, dass nach den Forschungen Zuckerkandels bei den Slovenen clas Breitgesicht, bei den Deutschen Innerösterreichs das Schmalgesicht vorherrscht. 2)r. Gustav Kraitschek-Landskron.