184 B. Refei'ate. Urgeschichte. Ansichten bestehen können, die nötige Kontrolle ermöglicht. 154 Illu ­ strationen im Texte und 52 Tafeln führen bildlich alle wichtigeren Funde vor. Das Diluvium ist in Mähren reich vertreten. Yon 20 Funden ent ­ fallen 16 auf Höhlen, 4 auf Löss. Alle mitteleuropäischen Kulturen haben in Mähren gute, zum Teil reichliche Vertreter; nur die Hügelgräber sind selten, die vom böhmisch-bayerischen Typus kommen überhaupt nicht vor. Auf 4 Karten ist die topographische Verbreitung 1. der Ansiedlungen der jüngeren Steinzeit, 2. der Hockergräber und zugehörigen Wohnstätten, 3. der Urnenfelder und 4. der Fundorte mit gallischer und provinzial ­ römischer Kultur verzeichnet. Die 4 Mappen stimmen insofern überein, als die Randgebirge nur Hochländer (also das böhmisch-mährische Hoch ­ land, die von den Sudeten, dem Odergebirge und den Ausläufern der Kar ­ pathen eingenommenen Gebiete) durch die ganze Zeit unbesiedelt blieben; die Urnenfelder sind jedoch am zahlreichsten längs des oberen Laufs der March und ihrer Zuflüsse gruppiert. Betreffs der Details muss auf die Arbeit selbst verwiesen werden. Br. H. Matiegka-Prag. 225. K. Maska: Praehistorie moravskä (Vorgeschichte Mährens). Ottos Konversations-Lexikon, Prag-, S. Otto. 1901. Bd.XVII, S. 705. Der bekannte mährische Diluvialforscher giebt hier eine übersichtliche Darstellung der Vorgeschichte Mährens, wonach das Diluvium daselbst bis etwa 5000 J. v. Chr., die neolithische Zeit bis 1500, die Bronzezeit bis 500, die Hallstattkultur bis ins 1. Jahrh. v. Chr., die La Tene-Kultur ins 1. Jahrh. n. Chr. gedauert haben mag. Die slavisclie Burgwallkultur fällt in das V. bis XII. Jahrhundert. Übrigens werden schon die Urnenfelder der Bronze ­ zeit den Slaven, die La Tene-Skelettgräber den vom Rhein kommenden Germanen zugeschrieben. Br. H. Matiegka-Prag. 226. J. Knies: Praveke nälezy jesk. Balcarovy skäly (Urgeschichtl. Funde in den Höhlen des Baicarfelsens bei Ostrov auf der Drachauer Höhe). Vestnik klubu prirod. in Prossnitz (Mähren) 1900. Mit 4 Taf. u. Abb. im Texte. 4 Feuerherde mit reichlichen Feuerstein-, Knochen- und zum Teil ornamentierten Renntierhorngeräten. Die diluviale Fauna ist durch 66 Säuge ­ tier- und 35 Vogelarten etc. vertreten. Br. H. Matiegka-Prag. 227. J. Knies: Lunuk etc. (Der Lemming u. seine Verbreitung in der diluvialen Zeit in Mähren). Casop. mor. mus. zemsk. Brünn 1902. Bd. II, S. 28. Der grosse Lemming, derzeit auf einen kleinen Bezirk N.O.-Russlands, Kord-Sibiriens und das arktische Amerika beschränkt, war in der Diluvial ­