180 B. Referate. Urgeschichte. Pfahles gehöhlt sind, sondern dass man in ihrem Innern die natürliche, im grossen und ganzen vierseitige Markhöhle gewahrt, die an manchen Stellen,, besonders dort, wo der Knochen entzwei gebrochen wurde, sekundäre Be ­ schädigung aufweist“. Buschan-Stettin. 217. W. L. H. Duckworth: Note on the dispersive power of runnig water on Skeletons; with particular reference tu the skeletal remains of Pithecanthropus erectus. Proceed. of the Cambridge Philos. Society, 1902. Vol. XI, S. 433—436. Für die gelegentlich der Pithekanthropus-Diskussion angefochtene Be ­ hauptung, dass der Schädel und das Femur dieses Wesens trotz der 50 Fuss Entfernung zusammengehören, verdient die vorliegende Beobachtung des Yerfassers Beachtung. Bei einem Ausflüge in das Sumpfplateau im Süd ­ osten von Penmänmawr (Nord-Carnarvonshire) konnte er feststellen, dass in einem zur Zeit nur 4 Fuss breitem Bache, der aber zur Periode der Regen ­ güsse und Schneeschmelze über seine Ufer tritt, die Humeri eines Pferdes 153 Fuss von einander entfernt lagen (bei einem durchschnittlichen Ge ­ fälle von 8°). Die Zugehörigkeit dieser Knochen zu einem Individuum war dadurch einwandsfrei zu erweisen, dass das eine der beiden Tiere, deren Knochen in dem Flussbett zerstreut lagen, deutliche Spuren einer Osteo- Arthritis erkennen Hessen. Da ein etwaiges Fortschleppen der Knochen durch wilde Tiere hier mit Sicherheit auszuschiiessen ist, so kann nur ange ­ nommen werden, dass die Wassermassen des vorausgegangenen Winters dieses zustande gebracht haben müssen, wofür auch die Fundstelle der wegen ihrer Leichtigkeit am weitesten stromabwärts gespülten Rippen der Tiere schon sprechen würde. — Demnach kann auch an der Zusammengehörigkeit der Knochen des Pithekanthropus nicht mehr gezweifelt werden. Buschan-Stettin. B. Spcciclles, Funde. a) Belgien. 218. J. Claerhout: Quelques objets en come et en os provenant de la Station palustre de Denterghem. Annales de la Soc. d’archeol. de Bruxelles, 1902. Bd. XYI, H. 1/2, S. 5 (avec 6 fig.). Die Konstruktion der vom Yerf. in den Jahren 1899 —1901 erforschten Pfahlbauten gleicht der von Ferd. Keller aus dem Baldegger-See (VIII. Pfahl- bautenber. Zürich 1879, S. 25) beschriebenen. Die Hütten ruhten danach auf einem Faschinen-Unterbau, der durch Geröll, Erde und Baumäste her ­ gestellt war. Kleinere 0,6—1 m lange Pfähle dienten zum Zusammenhalten derselben, während grössere 3—4 m lange die Hütten trugen. Auch die aufgefundenen Geräte gleichen, den Abbildungen zufolge, durchaus den uns.