178 B. Referate. Urgeschichte. III. Urgeschichte. A. Allgemeines. 214. S. Zaborowski: L’homme préhistorique. Septième Edition entièrement refondue. Bibliothèque utile. Vol. CXXY. Paris, Felix Alcan, 1902. Seit dem ersten Erscheinen des kleinen Bändchens sind bereits 24 Jahre verflossen. Dieser Umstand ist nicht nur eine Empfehlung für dasselbe, sondern auch ein Anzeichen dafür, dass die vorgeschichtliche Forschung in Frankreich das Interesse der gebildeten Kreise schon lange wachgerufen hat. — Wie jede frühere Auflage, so hat auch die vorliegende nach dem aller- neusten Stande der Wissenschaft Bereicherung und Umarbeitung erfahren, aller ­ dings von dem für uns nicht ganz einwandfreien Standpunkte der französischen Schule aus. Auf 187 Seiten trägt Verf. in populär-wissenschaftlicher Weise alles Wissenswerte über den vorgeschichtlichen Menschen von seinem ersten Auftreten bis zu Beginn der Metallzeit — die Bronze- und Eisenperiode sind nur ganz kurz behandelt — zusammen, unterstützt von einer Reihe Abbildungen. „C’est le plus petit, mais c’est le meilleur,“ dahin fasste einmal Gr. de Mortillet sein Urteil über das Büchlein in einer Vorlesung zusammen. Wir wünschten, der deutsche Buchhandel entschlösse sich endlich auch einmal zur Herausgabe einer so billigen Volksausgabe der Urgeschichte — von nur 1 Franc für 187 Seiten mit Abbildungen. Buschan-Stettin. 215. Albrecht Penck: Die alpinen Eiszeitbildungen und der prä ­ historische Mensch. Die Zeit (Wien) 1902, Bd. XXXII, Nr. 417, S. 197—198. Bei seinen nunmehr sich schon über 20 Jahre erstreckenden Studien über die Eiszeit in den Alpen ist Verf. zu der Überzeugung gekommen, dass sich deutlich vier Eiszeiten (die Günz-, Mindel-, Riss- und Würm- Eiszeit) mit verschiedentlich lange anhaltenden Interglacialzeiten und nach der letzten Eiszeit drei Rückgangsstadien des Eises, während deren das allgemeine Aufsteigen der Schneegrenze durch Halte oder Momente zeitlicher Herabsenkung unterbrochen wurde (das Bühl-, Gschnitz- und Daun-Stadium), unterscheiden lassen. Diese Perioden der Erdgeschichte sucht Verf. nun mit der prähistorischen Chronologie in Verbindung zu bringen. Die neolithische Zeit ist jünger als das letzte der angeführten Stadien, denn zu dieser Zeit hatten sich die Gletscher bereits bis tief ins Hochgebirge zurückgezogen; während der ganzen Bronze- und Eisenzeit hat die Grenze des ewigen Schnees nur wenig um ihre heutige Höhenlage geschwankt. Das Paläo- lithikum umfasst einen grossen, wenn nicht den grössten Teil des Eiszeit ­ alters (200,000 und mehr Jahre), das Chelléen de Mortillets dürfte in eine