174 B. Referate. Ethnologie. zwischen 21,5—23,2 °/ 0 . Der Längenbreitenindex des Kopfes schwankt von 76,8—85,9, und zwar fehlen nach dem Topinardschen Schema dolichocephale Typen ganz, während 5 als mesocephal und 17 als subbrachycephal zu be ­ zeichnen sind. Die höchsten Grade der Brachycephalie weisen die Maya und Totonaken auf. Sprachverwandte Stämme zeigen mehrfach grosse Diffe ­ renzen. Die Form der Nase variiert sehr von den schmalen Adlernasen der Juaves zu den breiten flachen der Triqui, von denen aber nur etwa die Hälfte der Gemessenen als platyrrhin zu bezeichnen ist. Mesorrhinie wiegt bei den übrigen vor. Die Abhandlung macht dann noch spezielle Angaben über die einzelnen Stämme nach der Reihenfolge, in der sie untersucht wurden, unter Beigabe von 30 Doppelporträts, von denen sich lebensgrosse Reproduktionen im Besitz des Museums von Chicago befinden, interessant ist dabei die be ­ merkenswerte Ähnlichkeit, die manche der abgebildeten Köpfe mit. plastischen oder gemalten Darstellungen aus der alten Zeit aufweisen. O. Ehrenreich-Berlin. 209. Eduard Seler: Las excavaciones en Mexico. (Traducción) Annales del Museo Nacional de Mexico, 1902. Tomo VII, S. 235—200. Mit Abbildungen. 210. Eduard Seler: El cuauhxicalli del telpochcalli del Templo mayor de Mexico. Ebendas. S. 260—262. Mit Abbildungen. In den Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, XXXI, S. 113—137 hat Eduard Seler über „die Ausgrabungen am Ort des Haupt ­ tempels in Mexico“ gehandelt, die kürzlich in der Calle de las Escalerillas bei Gelegenheit von Kanalisationsarbeiten vorgenommen wurden und eine Anzahl schöner Funde zu Tage gefördert haben. Diese Arbeit ist ins Spanische übersetzt in die Anales del Museo Nacional aufgenommen und von Seler durch Beschreibung der Darstellungen auf zwei der ausgegrabenen Gefässe und auf der Rückseite von 3 Räucherlöffeln, die in dem deutschen Original nur flüchtig erwähnt sind, vermehrt worden. Freilich sind die der Untersuchung zu Grunde liegenden Abbildungen aus mexikanischen Zeitungen und die vorliegenden Photographien zu endgiltiger wissenschaftlicher Be ­ stimmung oft nicht zureichend. Zunächst schildert Yerf. nach einer Zeichnung im Sahagun-Ms. in Madrid und der beigegebenen Erklärung die Baulich ­ keiten in dem mitten in der Stadt Mexico befindlichen Tempelbezirk, dem Ort der gegenwärtigen Ausgrabungen. Dort erhob sich zur Zeit des mexi ­ kanischen Reiches, von der „Schlangenmauer“ in weitem Rechteck umgeben, die ca. 120 Stufen hohe Hauptpyramide mit den beiden Celias des National ­ gottes Uitzilopochtli und des Regengottes Tlaloc auf der Plattform. Ausser ­ dem enthielt dieser Bezirk nur einige Gebäude, Anlagen und monumentale