166 B. Referate. Ethnologie. Bedeutung. Es ist eine Armee von Mitarbeitern zu organisieren und die Genehmigung der Behörden zu erlangen.“ Dr. Richard Weinberg-Dorpat. 193. W. W. Worobjow: Zur Anthropologie der slavischen Be ­ völkerung Russlands. (Russ.) Russische Zeitschrift für Anthropologie, 1902. Bd. III, Nr. 9, S. 102. Von der klassischen und gross angelegten Monographie Anutschins über Körpergrösse der Yolksstämme Russlands ausgehend, erörtert Yerf. eine Reihe von Fragen der physischen Ethnologie und prähistorischen Anthro ­ pologie speziell slavischer Rassentypen. Zum Teil stützt sich Verfasser, was das allgemeine anthropologische Signalement der Grossrussen betrifft, auf ausgedehnte eigene Beobachtungen und Messungen, die schon früher genauer bearbeitet, hier kurz rekapituliert werden. Der Urtyp der slavischen Rassen ist nach Ansicht des Verfassers als ein hochgewachsener, dunkel ­ haariger und dunkeläugiger, brachycephaler Menschenschlag zu denken, eine Auffassung, die bekanntlich der Hypothese des keltischen bezw. dinarischen Ursprunges der Slaven sehr nahesteht. Eine sehr hübsche Zusammenstellung der Litteratur über Slavenanthropologie, die den Aufsatz schliesst, wird manchem Leser nicht unwillkommen sein. Dr. Richard Weinberg-Dorpat. 194. J. Pantjuchow: Die heutigen Lesghinen. (Russisch.) Tiflis 1901. 32 S. Kurze, vorzugsweise ethnographische Beschreibung der modernen Lesghinen des Daghestangebietes. Den Lesern dieses Centralblattes ist der Verfasser bereits bestens bekannt durch seine früheren Arbeiten zur Anthro ­ pologie des Kaukasus und vor allem durch seinen Klassifikationsversuch der Kaukasusvölker. Dr. Richard Weinberg-Dorpat. 195. A. Djatschkow-Tarassow: Die Abadsechen. Eine historisch- ethnographische Skizze. (Russisch.) Schriften der Kaukasus- Sektion der Kaiserl. Russ. Geogr. Gesellschaft, 1901. Bd. XXII, Heft 4. Auf Grundlage eigener Anschauung entwirft Vf. ein lichtvolles und interessantes Bild der ethnographischen Verhältnisse der Abadsechen, eines Sprosses der grossen Familie kaukasischer Völker und Völkchen, die be ­ kanntlich dem Studium grosse Schwierigkeiten darbieten. Den Ethnographen sei die Arbeit bestens empfohlen; hoffentlich erscheint sie bald in einer den westeuropäischen Gelehrten leichter zugänglichen Form. Dr. Richard Weinberg-Dorpat.