B. Referate. Ethnologie. 157 147 mm, Index 77; Stirnbreite 105, Augenbreite 32, Interorbitalbreite 34 (Max. 57), Länge 53,8, Nasenbreite 37,5, Nasalindex 70 (Max. 92,8), Mundbreite 58, Ophryo-Alveolar-Länge 93, Jochbogenbreite 137,6 (Min. 120, Max. 151), Unterkieferbreite 105 (Min. 92, Max. 127), Jochbogenbreite 123 (Min. 104, Max. 147) mm. Die Nase ist aufgestülpt in 36, gerade in 21, gebogen in 15 Fällen. Die Nasenwurzel ist tief eingedrückt, die Nase selbst breit, fleischig, zumeist aufgestülpt, die Nasenflügel kurz, die Wangen ­ beine breit, der Nasen-Mund-Abstand gross, die Lippen dick, die untere etwas aufgeworfen und hervortretend, das Kinn kurz, nicht vorspringend, der Hals kurz und etwas gedrungen, die Schultern breit, der Rücken glatt, die Arme lang, die Hände dick und mittelgross, desgleichen die Füsse. Die Gesichtszüge sind grob geschnitten, der Ausdruck ernst. -— Was die Haut ­ farbe anbetrifft, so ist der Maragatone noch viel dunkler, als die übrige leonesische Bevölkerung; die Backen sind rotbraun, das Kopfhaar glatt, voll, dunkelkastanienbraun (nach Brocas Farbenskala Nr. 27, 34, 35, 41, 48, 49 bei 35 Männern, Nr. 49—50, 50, 42, 36, 18 und Nr. 54 bei 1 Mann). Die Augen waren braun in 40, grün in 17, blau in 7, grau in 2, blau ­ grau in 2 und grünbraun in 10 Fällen. Der Maragatone ist fieissig, sparsam, besitzt Erwerbssinn und Handels ­ geist, dabei zeigt er immer Anhänglichkeit zur Heimat. Er ist äusserst gastfrei, Wenig fromm. Er ist für seine persönliche Freiheit, sowie für seine Verwandten UQ d Landsleute in hohem Grade eingenommen. Er ist tapfer, argwöhnisch, nicht grosssprecherisch, etwas verschlossen, kein Schmeichler. Die Weiber tragen über Schulter und Brust grosse Metallstücke mit religiösen Bildern. Nach dem Süden des Gebietes zu tritt uns ein ziemlich reiner Typus entgegen: schlanke, 1735 mm grosse Gestalten, Haar und Haut braun, 0v ales Gesicht, dicke Lippen, aufgestülpte Nase, Nasalindex 77,5, Cephal- mdex 75,7. Es kommt auch ein anderer Typus vor: kleine Gestalt mit Hang zur Fettleibigkeit, schmale Hüften, breite Schultern, kurzer Hals, lange Arme, dicke Lippen, braune Augen, nach Verfassers Annahme der Berbertypus. — Der Typus mit grünen Augen gleicht dem ethnischen Ele ­ mente mit der gleichen Augenfarbe unter den Basken. — Der Typus mit blauen Augen zeichnet sich durch Mesocephalie, breite Stirn, ein wenig auf ­ gestülpte, kurze und breite Nase (Index 73,9), breiten Mund, ebenso be ­ schaffenen Unterkiefer und Wangenbeine, ein wenig schiefstehende Augen au s; er gleicht etwa der vistulischen Rasse Denikers. Die nordische Rasse ls t noch viel seltener vertreten und stammt aus viel jüngerer Zeit; denn clas Blau der Iris hat sich relativ rein erhalten. Verf. ist der Ansicht, dass die Maragatonen Leons nicht daselbst ein ­ heimisch sind, sondern berberische Einwanderer, vielleicht von Sklaven ab- stanimend, die von den Römern zur Ausbeutung der westlich von Asturica -Higusta (Astorga) gelegenen Goldgruben gehalten wurden.