B. Referate. Anthropologie. 145 Vf. den gewöhnlichen Gyrus postcentralis dar, und Sperinos Sulcus retro- centralis superior eine Verbindung der stets vorhandenen parietalen und transparietalen Furchen, sowie der Sulcus retrocentralis inferior die inter- mediale Furche, welche den Gyrus angularis vom Gyrus marginalis zu trennen fliegt. Br. H. Lauf er-Giessen. 166. Jas. G. Kiernan: Degeneracy Stigmata as basis of morbid suspicion. A study of Byron and Sir Walter Scott. The Alienist and Neurologist (St. Louis) 1898, Jan., Jul., Okt., 1899 April, Okt., 1900 Juli und 1901 Jan., April, Juli, Okt. Verf. stellt die beiden äusserlich mit dem ganz gleichen Leiden, dem Klumpfuss, behafteten Dichter, Byron und Scott einander gegenüber. Mag dieser Vergleich auf Grund eines äusserlichen Merkmals beim ersten Blick ungerechtfertigt erscheinen, so muss vom anthropologischen Standpunkt aus diese Zusammenstellung als wissenschaftlich gerühmt werden, da der Klump ­ biss, sowohl der angeborene wie der erworbene (mit Ausnahme des aus Ver ­ letzung oder Gelenkerkrankung entstandenen) gewisse pathologische Vorgänge bn Centralnervensystem voraussetzt. Byron litt an doppelseitigem kon ­ genitalen Pes equino-varus, der am stärksten rechts ausgebildet war und durch schlechte Behandlung verschlimmert wurde; Scott hatte rechtsseitigen Klumpfuss infolge akuter Kinderlähmung in frühester Jugend (Poliomyelitis anterior): also wichtige Unterschiede! Es wird nun gezeigt, wie auch die Erblichkeit, die Erziehung, das Milieu, die degenerativen Momente (trotz e mer gewissen äusseren Ähnlichkeit) fundamentale Verschiedenheit zwischen beiden Dichtern hervorrufen. Die sehr gelehrte Arbeit verfährt leider voll ­ kommen unsystematisch und springt von einem Punkt zum andern, sodass aian sich nur schwer im Gedankengang zurechtfindet; hinzu kommen zahl- re iche Abschweifungen, die Verf. sich gestattet, um Genie und Entartung bei zahlreichen andern Grossen zu behandeln, sowie erklärungsbedürftige psychische Erscheinungen des Völkerlebens, wie die Grahamsehe Bewegung, Christian Science u. s. w. zu analysieren. Wegen diesen reichen Inhalt sei auf die ziemlich ausgedehnte Abhandlung selbst verwiesen. Dr. II. Laufer-Giessen. 167. G. Sanna-Salaris: Sulla conformazione del padiglione deir orecchio nei Sardi normali, alienati, criminali e prostitute. Annali di Freniatria e Scienze affini del R. Manicomio di Torino, 1902, Vol. XII, c. 28 tabell. V. untersuchte die Ohren von 915 Sardiniern, und zwar Normale (3 160 und 9 56; Geisteskranke $ 207 und 9 144; Kriminelle $ 271 9 55, und 22 Prostituierte. Indem er im Anschluss an Schwalb es Untersuchungen die verschiedenen Maasse und morphologischen Abweichungen h'tern. Centralblatt für Anthropologie. 1903. 10