140 B. Referate. Anthropologie. Jedenfalls sind solche progressiven Bildungen an menschlichen Back ­ zähnen recht auffallend. (Das interessante Vorkommen von labial gelegenen Höckern und Abspaltungen an Backzähnen hat wieder mehr entwicklungs ­ geschichtliches Interesse — prälakteale Dentition — und wird für die Kon- krescenztheorie ins Feld geführt.) Br. Eugen Fischer-Freiburg i. B. 159. C. G- Seligmann: A note on albinism, with especial refe- rence to its racial charaeteristics among Meianesians and Polynesians. The Lancet (London) 1902, Voi. CLXIII, Nr. 4125, S. 803—805. Zusammenstellung der eigenen und fremden Beobachtungen von Albi ­ nismus unter den schwarzen Rassen Australiens und der Südsee (Neusee ­ land, Neu-Guinea, Neu-Hebriden, Depeyter Island etc.). Die Hautfarbe dieser Leute schwankt von blassrosa bis zum „Café au lait“, gelegentlich finden sich auch dunklere Flecke über die Körperoberfläche zerstreut. Das Haar, auch das des Bartes und der Achselhöhle, ist mehr oder weniger flachsfarben, die Augen lichtblau, grau bis braun. Die Sehschärfe erwies sich als normal oder annähernd normal. Photophobie war zumeist nicht ausgeprägt, Nystagmus oder sonstige ruckweise Bewegungen der Augäpfel wurden nicht beobachtet. Die betreffenden Individuen pflegten geistig träge und weniger beweglich zu sein. Bemerkenswert ist das Auftreten von Albi ­ nismus in bestimmten Familien oder Familiengruppen; öfters ist es auch erblich. Verf. führt einen Stammbaum aus Yam (Torres Straits) vor, in dem der Albinismus drei Generationen hindurch nachweisbar war. — Par ­ tieller Albinismus ist unter den Schwarzen selten, während Leucoderma auf Neu-Guinea, Torres Straits und anderen Inseln ungemein verbreitet ist. Diagnostisch kommt für letzteres Leiden im Gegensatz zu partiellem Albi ­ nismus in Betracht, dass es erst im vorgerückterem Alter auftritt, und meist symmetrisch. Einige Abbildungen sind der Arbeit beigegeben. Fr. Buschan-Stettin. 160. Kluge: Männliches und weibliches Denken. Halle, Marhold, 1902. Nach Kluge ist das Weib äusserlich, unbeständig, gemütvoll, aber von geringerer Gemütstiefe, besitzt die Sucht aufzufallen; sein Denken ist ein „minderwertiges“. Kl. schwimmt also ganz in Möbiusschen Anschauungen, sucht dieselbe aber in geistreicher Weise physiologisch zu begründen durch den stärker ausgebildeten Muskelsinn des Mannes. Wie der Uranfang alles Empfindens aus Bewegung entstand, so ist unser gesamtes Vorstellen im Grunde an Bewegungsvorstellungen gebunden; der Mensch denkt mit Bewegungsvorstellungen; diese sind wie die Bewegungs ­ empfindungen im Gehirn centralisiert. Das Weib denkt infolge seiner Ver-