138 B. Referate. Anthropologie. hebt er hervor, dass dieser von Pohl konstruierte Apparat ursprünglich er ­ funden sei von einem Schüler Benedikts in Wien, dem im Jahre 1883 ver ­ storbenen Dr. Pachz. 155. Junichi Kikuchi: Untersuchungen über den menschlichen Steigbügel. Inauguraldissertation. Wiesbaden, Bergmann, 1902. S. 23. Der menschliche Steigbügel, von welchem Yerf. 244 Exemplare der verschiedensten Rassen untersuchte, hat keineswegs eine konstante Gestalt, sondern variiert vielmehr in einem hohen Grade. Den grössten Längen ­ durchmesser haben die Deutschen (3,39), den kleinsten die Ägypter (3,08); den grössten Breitendurchmesser die Peruaner (2,24), den kleinsten die Ägypter (1,98). Es giebt auch Geschlechtsunterschiede beim Steigbügel, indem der männliche länger, der weibliche breiter ist. Die Differenz von Kopf- und Basisseitenlänge der oberen Seite ist bei allen Rassen grösser als die der unteren. Die Form der Basis ist zumeist hemioval und hemi- elliptisch, ihre Länge ist beim chinesischen Steigbügel am grössten, beim ägyptischen am kleinsten. Von den Schenkeln des Bügels waren in den meisten Fällen (62°/ 0 ) beide gekrümmt; bei 5°/ 0 waren beide gerade, bei 31 °/ 0 vorne gerade, hinten gekrümmt, 2 °/ 0 im umgekehrten Sinne. Die Höhe, die Breite und den Flächenraum des Spatium intercrurale war bei den Deutschen am grössten. X)r. Oskar v. Hovorka- Wien. 156. Junichi Kikuchi: Das Gewicht der menschlichen Gehör ­ knöchelchen. Zeitschr. f. Ohrenheilkunde, 1902. Bd. XLI, S. 1—3 o. Die Gehörknöchelchen, von welchen J. K. 741 Stück wog, waren unter den Rassen aller fünf Weltteile bei den Chinesen am schwersten (Gesamtgewicht 6,096 cgr), bei den afrikanischen Negern am leichtesten (5,110 cgr). Er fand folgende Gewichts-Werte: im Durchschnitt Minimum 2,35 cgr 2,75 „ Hammer Amboss 1,63 cgr 1 74 , * * n Steigbügel 0,28 „ 0,16 Während die Durchschnittswerte in Bezug auf die linke und rechte Seite eines und desselben Individuums keine nennenswerten waren, fand J. K. die Durchschnittsgewichte der Gehörknöchelchen beim Manne schwerer als beim Weibe, nur beim Steigbügel war das Yerhältnis ein umgekehrtes. Dr. O. v. Hovorka-Wien.