A. Originalarbeit. B. Referate. Anthropologie. 73 andern Fällen gehören sie späteren Epochen an — den ersten Jahr ­ hunderten n. Chr. und sogar dem 6.—7. In einigen Grabstätten Trans- kaukasiens sind Spuren eines Kultureinflusses aus den Ländern des Euphrat und Tigris gefunden worden; die im Thaïe des Aras ent ­ deckten Keilinschriften weisen darauf hin, dass sich die assyrische Kultur hierher verbreitet hat durch Vermittelung des Volkes im Lande Urartu, im 8.—7. Jahrhundert v. Chr. Andererseits hat diese kaukasische Kultur auch einen gewissen Einfluss seitens der griechischen Kolonien am Schwarzen Meere erfahren. Im Norden breitete sie sich bis zum Donischen Gebiet aus, wo ganz ähnliche geschweifte Beilchen gefunden wurden, wenn auch schon späterer Lypen, zum Teil aus Eisen, und wo einstmals ganz dieselben Alanen, die Vorfahren der jetzigen Osseten, wohnten wie im Kaukasus. Das Eisenzeitalter scheint in einigen Teilen Russlands un ­ mittelbar an die Stelle der Steinzeit getreten zu sein (einige Spuren der Bronzezeit sind auch im mittleren Russland, z. B. in den Gou ­ vernements Wladimir und Kaluga gefunden worden). Im südlichen Kussland hat das Eisenzeitalter zweifellos viel früher begonnen als im Norden. Die hier im 7.—6. Jahrhundert lebenden Skythen ’Waren schon mit dem Eisen bekannt. (Schluss folgt.) B. Referate. I. Anthropologie. 86. K. Boege: Zur Anatomie der Stirnhöhlen (Sinus frontalis). Doktordissertation, 60 S. in 8°, mit 1 Tafel. Königsberg i. Pr. 1902. V orliegende, unter Leitung von L. Stieda gearbeitete Schrift beschäftigt Slc h mit dem Verhalten der Sinus frontalis zunächst in rein anatomischer, dann aber auch in anthropologischer Beziehung. Fehlt es doch, was Ent ­ wicklung und Form der Stirnhöhlen betrifft, gewiss nicht an Widersprüchen ln den Darstellungen. B. untersuchte 203 macerierte (grösstenteils Gräber-) Schädel der Königsberger Sammlung. Aus den gewonnenen Ergebnissen •; fue n hier folgende hervorgehoben. In 5°/ 0 der Fälle fehlen beide Sinus, in 4l/ 2 <y o (jgj. rechte 2 1 / 2 °/o der linke. Die sog. Septula imperfecta ) lr “d entwickelungsgeschichtlich Reste der Stirnbeinspongiosa, die am öftesten " n oberen und hinteren-äusseren Winkel des Sinus auftreten. Äusserst riten (1 VgO/o) ist Verdoppelung der Zahl der Sinus. In einem Fall sah