B. Referate. Urgeschichte. 59 72. L. Snajdr: La Tensk6 pohrebiste u Horenic (Das La Tene- grabfeld bei Horenic [N.O.-Böhmen]). Pamatky arcbaeol. 1902. Bd. XIX, S. 523. Ein Dutzend Skelettgräber (nebst 2 Urnengräbern) mit typischem La Tene-Inventar: 5 eisernen Lanzenspitzen, 3 Schwertern mit Scheide, Schildbuckel, Schildbeschlag, Fibel, Armringen und Ringelchen, bronzenen Arm- und Fussringen, Bronzefibeln, einem Lignitringe, Glasringelchen und einigen Gefässen. Unter den Arm- und Fussringen finden sich offene, glatte wie gekerbte, sowie aus zwei, durch Schliessen verbundenen Teilen bestehende Buckelringe. Dr. H. Matiegka-Prag. 73. Koloman von Darnay: Das Diadem von Csabrendek (Korn. Zala). (Ung.) Archaeolögiai Ertesitö, M. F., 1901. Bd. XXI, S. 432—434. Mit Abb. Im Csabrendeker Hallstätter Friedhofe öffnete Darnay ein Grab, welches mit Kalksteinen umstellt war. Dasselbe enthielt ein Frauenskelett ohne Reigefässe, dafür interessanten Bronzeschmuck. Über dem Schädel war ein Diadem, unter dem Kinn eine Spiralschnur, in der Gegend des Brustkorbes ej ne Ziernadel, am rechten und linken Arme je ein Spiralarmband; unmittel ­ bar ausserhalb des Steinkreises aber lag ein kleiner eiserner Hammer. Das Diadem ist ein in der Mitte 0,05 m breiter Blechstreifen, der gegen die offenen Enden zu sich verjüngt. Sein innerer Durchmesser beträgt 0,15 m. Die Yerzierungen sind teils getrieben (kl. Buckel), teils punziert (parallele Kreise und Kreisregmente). Felix Milleker-Werschetz. 74. Ladislaus Dömötör: Über einige aus der Uransiedelung von Pecska (Arader Komitat) stammende Gussformen. (Ung.) Archaeolög. Ertesitö, N. F., 1902. Bd. XXII, S. 271—274. Mit Abb. Eine im August 1901 vorgenommene Ausgrabung des Pecskaer Hügels, "eiche viele Stein- und Beingeräte, sowie Thongefässse ergab, lieferte bei wenigen Bronzeartefakten 5 Gussformen für Bronzeobjekte, welche aus dem Anfänge der Bronzezeit stammen. Eine vollständige, aus gebranntem Thon an gefertigte Gussform diente zur Herstellung von flachen massiven Meissein, ( ‘iner Form der späteren Steinzeit. Dieser Umstand erlaubt die Annahme, ( Uss der mit dem Schmelzen der Metalle schon bekannte Mensch das Stein- werkzeug in Thon abdrückte, die Form brannte und dann dieselbe mit E r rz ausgoss. Die Form ist so primitiv, dass nicht einmal die Spur eines ^ a pfens vorhanden ist, welcher die beiden Hälften zusammmenhält. Yon ( Un übrigen Formen sind drei Hälften auf beiden Seiten benutzbar. Yor