46 В. Referate. Urgeschichte. В. Speeielles, Funde. I. E u г о p a. a. Frankreich. 50. A. Rutot: Les ballastières des environs de Paris. Bulletin de la Société Belge de Géologie, 1900. Vol. XIV, S. 324 bis 331. R. teilt die Beobachtungen mit, die er gelegentlich des Pariser Anthro ­ pologenkongresses an verschiedenen französischen Fundstellen gemacht hat. In Cergy ruht die Fundschicht unmittelbar auf dem Tertiär. Fauna und Artefakte zeigen eine Mischung verschiedener Perioden, ln Chelles enthält die untere Schicht (Stufe des Elephas antiquus) hauptsächlich die Industrie mesvinienne und nur wenig Exemplare des coup-de-poing chelléen; R. be ­ trachtet das Chelléen Mortillets nur als Übergang vom Mesvinien zum Acheuléen. Die obere Schicht (Stufe des Elephas princip.) entspricht dem Acheuléen. In Bicêtre konstatiert R. in der dem Tertiär auf lagernden Kiesschicht seine Industrie reutelienne. In Villejuif hatte Laville geglaubt, eine vom üblichen chronologischen Schema abweichende Reihenfolge der steinzeitlichen Industrien beobachten zu können. R. führt die Abweichung jedoch auf eine Störung der Schichten zurück. j) r . j, Götze-Berlin. Ф 51. Ш. Boule: La caverne à ossements de Montmaurin (Haute- Garonne). L’Anthropologie, 1902. Bd. XIII, S. 305 (9 Abb.). Die Höhlen der Pyrenäen enthalten entweder an die Kälte angepasste Arten (Mammuth, Rhinocéros tiehorhinus, Renntier) oder seltener eine wärmeliebende Fauna (Rhinocéros Mercki, Ilyaena sp., Macacus sp. u. s. w.) : so in Montoussé (H tes Pyrénées), in Es-Taliens unweit Bagnères de Bigorre und in Montsaunès (H te Garonne). Die von Cartailhac untersuchte und von B. beschriebene Höhle gehört dieser „warmen“ Gruppe an. Sie liegt im Departement H te Garonne unweit der Grenze der Dep*" ts H tcs Pyrénées und Gers in einem Hügel der Kreideformation, auf dem linken Ufer der Seygouade, 40 m oberhalb des Thalwegs. Sie ist mit Sinter und einer sehr harten Knochenbreccie vollständig angefüllt. Die Knochen sind stark zersplittert und mit Sinter bedeckt. Indessen konnten noch folgende Arten bestimmt werden: Rhinocéros Mercki, Equus caballus, Sus scrofa, Bos sp., Cervu s elaphus, C. capreolus, Canis lupus, Ursus sp., Hyaena brunnea Thumb. ( = H. fusca Geofr.), Machairodus latidens, Castor sp. Diese Fauna ist sehr bemerkens ­ wert, weil sie genau zwischen der pliocänen und quartären Fauna steht. Das ist besonders von Equus hervorzuheben, der niemals in pliocänen Schichten gefunden wurde, und von .Machairodus latidens. der sich sehr gut vom pliozänen M. crenatidens unterscheidet.