B. Referate. Ethnologie. 35 Jagclgeräten ist auch ein federgeschmückter Tanzanzug bemerkenswert. Farbige Felszeichnungen und Milling places in anstehendem Gestein wurden ebenfalls hier angetroffen. Die an prähistorischen Funden so reiche Küste des südlichen Kali ­ forniens und der ihr vorgelagerten Inseln (S. Catalina) bot gute Gelegenheit zu eingehenden Untersuchungen und Sammlungen von Stein und Muschel ­ artefakten und zu Studien über die primitiven Industrien der Missions ­ indianer von Coahuila, Agua Caliente und anderen Stationen. Die ausser ­ ordentlich reiche Illustrierung verleiht diesem Bericht einen dauernden Wert. Br. P. Ehrenreich-Berlin. 36. Alexander F. Chamberlain: Significations of certain Algon- quian animal-names. American Anthropolog'ist, 1901. N. S. Vol. III, S. 669 ff. Chamberlain giebt ein Verzeichnis von Tierbenennungen der Algonkin, die ein Licht werfen auf manche psychologische Besonderheiten der Letzteren. Prof. Dr. E. Schmidt-Jena. 37. William H. Holmes: Aboriginal copper mines of Isle royale, Lake superior. American Antliropologist. 1901. N.S. Vol. III, S. 684 ff'. Holmes hat im Auftrag der Smithsonian Institution zum Zweck von Materialsammlung für die Chicagoer Weltausstellung 1892 die Gegend des prähistorischen Kupferbergbaues der Indianer besucht und speziell eine Exkursion nach der an Kupfer reichen Isle royale im Lake superior gemacht. Er fand h ier mitten in den verlassenen Grubenfeldern einer modernen Kupfer- bergbaugesellSchaft ein altes Indianer-Bergwerk, d. h. eiueö wohl 20' breiten, 10' tiefen Tagebau, der ausserordentlich grosse Mengen von beschädigten schweren Steinhämmern in seinem Schutt enthielt. Diese waren natürliche Creröllsteine von besonders zum Hämmern geeigneter Form, von zähem Material und von einem Gewicht bis zu GO Pfund; Spuren einer Befestigung an einen Stiel wurden zwar nicht beobachtet, doch war eine solche immerhin Wahrscheinlich. Es gelang Holmes nicht, anstossende Kupferadern oder Stücke von Kupfer zu finden; auch fehlten Spuren, die auf eine weitere Bearbeitung des Kupfers in Werkstätten hinwiesen; wahrscheinlich wurden die losge- hämmerten Kupferstücke weiter transportiert und erst in den Indianerdörfern 111 die gewünschte Form gebracht. Zahlreiche Stücke Kohle deuteten darauf ! dn, dass Feuer zum Aufschliessen des harten Gesteins benutzt wurde. Ein Weiterer Besuch des kupferreichen Distrikts Ontonayon am Südufer des lake superior, bei Rockland, zeigte ganz ähnliche Verhältnisse wie auf Isle royale, dhe Steinhämmer wiesen etwas häufiger Rinnen zum Herumführen eines biegsamen Holzstückes und zur Befestigung an den Stiel auf, als dort. Die 3 :