28 B. Referate. Ethnologie. Beschreibung des nicht ganz vollständigen und an den meisten seiner Knochen periostitische Prozesse, wahrscheinlich syphilitischer Natur (das Yirchowsche Citat ist nicht ganz korrekt angeführt) aufweisenden Skelettes eines (wegen der Enge des angulus subpubicus) als männlich angesprochenen Erwachsenen gegeben. Der asymmetrische, links abgeflachte Schädel mit sehr schwachen Muskelleisten und Wülsten ist mesaticephal (Ind. 78,7), metriocephal, mesognath, chamäprosop, mikrosem, platyrrhin und mesocephal (Capac. 1425 ccm). Die fast kreisförmige Rundung der Norma occipit. und die Kürze des Unterkieferastes werden als infantile Retentionen gedeutet, die subnasale Prognathie mit derjenigen der afrikan. Neger verglichen. Der Gesichtsschädel zeigt manche verwandte Züge mit Schädeln aus Sumatra, Java und Borneo. Bezüglich der übrigen Skelettknochen, die, abgesehen von den patholog. Yeränderungen, auf ein kleines (ungefähr 1497 mm grosses), graziles und schwächliches Individuum deuten, werden Yergleiche mit Buschmann- und andern Zwergskeletten angestellt, unter Heranziehung von Turners Beschreibung eines Sakai-Skelettes. Als Schlussergebnis resultiert bedeutende Variabilität der skelettalen und kranialen Morphologie bei den kleinen Aboriignern der malayischen Halbinsel. Die Messungen an Lebenden umfassen 5 erwachsene Männer, 3 er ­ wachsene Frauen, ein Mädchen zwischen 15 und 17, ein solches von 3 bis 4 Jahren, und einen Jungen von 14 Jahren. Die mittlere Körpergrösse der erwachsenen Männer betrug 1491 mm, der L. B. Index des Kopfes 78,9. Das Grössenmittel der erwachsenen Frauen war 1408 mm, der Kopf ­ index 81,1. Die meisten Individuen hatten dunkle (Topinard Nr. 3), zwei jedoch eine hellere Haut. Das Haar war wollig oder wenigstens stark ge ­ kräuselt, nur eine Frau (eine „orang Teku“, während alle andern orang Pangan sind) besass schlichtes Haar. Diese war mit einem krausköpfigen Panganmann verheiratet; ihr Kind, das 3—4jähr. Mädchen, hatte wiederum schlichtes Haar. — Beigefügt ist dem Aufsatz eine Tafel mit Fussumriss- zeichnungen. Hofrat Dr. B. Hagen-Frankfurt a. M. 30. Walter Rosenhain: Notes on Malay metal-work. Journal of the Anthropological Institute of Great Britain and Ire- land, 1901. Yol. XXXI, S. 161—166. 1. Die Anfertigung eines malayischen Kris. R. giebt auf Grund der mikroskopischen Untersuchung der ihm über ­ gebenen Proben und des Berichtes von Mr. W. W. Skeat, der von einem malayischen Schmied einen Kris unter seinen Augen anfertigen liess, eine hübsche Schilderung der Herstellung desselben und eine gute Erklärung des Damaszierungsprozesses. Das Erste ist die Anfertigung einer Anzahl kurzer Stangen von Schmiedeeisen. Neun solcher Stangen von alternierender Dicke werden nach-