Streifzüge durch Kalifornien . 3 mit den Inseln der Südsee , mit Australien , Japan und China ; aus diesen Regionen laufen iu jeder Woche Fahr - zeuge ein . San Francisco hat aber auch in Betreff der Gewerb - samkeit große Fortschritte gemacht . Tüchtige Arbeiter aus allen Ländern fanden dort lohnenden Erwerb ; der Schiffs - bau , die Maschinenfabrikation und andere Industriezweige mehr sind im Aufblühen . An Zeitungen und Zeitschriften erscheinen in der Stadt nicht weniger als fünf und dreißig in verschiedenen Sprachen ; die Zahl der Kirchen beläuft sich auf mehr als vierzig , und weder an Schulen noch an wissenschaftlichen , religiösen und wohlthätigen Anstalten ist Mangel . Auch die Städte im Innern gedeihen , namentlich der Lust hin und her flog ; einige andere trugen in Körben Steine und Erde herbei , wieder andere waren am Rocker beschäftigt , an der sogenannten Wiege , in welcher man die goldhaltige Erde auswäscht . Diese „ Wiege " besteht aus drei verschiedenen Theilen ; den obern bezeichnet man als Sieb , den zweiten als Schürze , den dritten als Kasten . Der Goldwäscher hält mit der linken Hand die Wiege , die er hin - und herschaukelt , während er mit der rechten Wasser auf Steine und Erdreich schüttet ; das Wasser spült die Erde weg und das Gold bleibt auf der Schürze zurück . Digger , welche auf so eiufache und kunstlose Weise Gold gewinnen , zeigen sich jetzt schon zufrieden , wenn die Ausbeute täglich zwei Dollars beträgt ; denn längst verflossen sind die schönen Tage , da der Mann bei einer Arbeit von ein paar Stunden Chinesische Bankier Stockton , von wo ans ein vielbefahrener Weg nach dem Stanislasflusse , nach Conlterville und zu den Goldgruben in Mariposa Couuty führt . Bequem sind die Fahrten in einer kalifornischen „ Kutsche " allerdings noch nicht , und die Bewirthnng in den Gasthöfen unterwegs entspricht unseren europäischen Begriffen von Behaglichkeit und Sauberkeit nur in sehr geringem Maße . Wir wollen den Reisenden Simonin auf einem seiner Streifzüge begleiten . Ein mit sechs Pferden bespannter Omnibus brachte ihn an die Brücke , welche bei Knights Ferry über den Stanislas führt . Jenseit desselben , schreibt er , beginnen die Grubenreviere und der Ackerbau wird spar - Uchei\ Die ersten Goldgräber , welche ich sah , waren Chinesen , tste arbeiteten am Ausgang einer Schlucht ; der Eine war so geschäftig niit der Spitzhacke , daß der lange Zopf in in San Francisco . für eine Unze Goldstaub auswusch , oder gar Klumpen im Werthe von hundert oder tausend Dollars fand . Jetzt be - fassen ^ich vorzugsweise nur Chinesen mit dem Goldwäschen ; die bei weitem größte Menge des edeln Metalles wird auf bergmännische Weise gewonnen . Je weiter man in die Grnbenreviere kommt , um so wilder wird die Landschaft und der Anbau spärlicher . Aus dichtem Gestrüpp erheben sich Eichen und dann und wann hohe Fichten , Nußbäume und Manzanillos , aus deren apfelartigen Früchten die Indianer ein gegohrenes Getränk bereiten . Ein Reisegefährte zeigte auf einen kleinen Baum . Das ist , sagte er , die L ) edra , das heißt Epheu . Aber mit nuserm europäischen Ephen hat dieser Strauch oder Baum nichts gemein ; der Goldgräber hütet jich vor ihm , denn sein l *