366 Häberlin : ( s . Abb . 5 ) und stets senkrecht , nie schräg nach innen . Während das Föhrerhaus zwischen Mauerwerk und Ständern einen mehr oder weniger grossen Zwischenraum lässt , kommt eine solche Anordnung auf den Halligen nur als seltenste Ausnahme und Neuerung vor . Deshalb fehlt auch den Hallighäusern die eigentümliche Bildung des 'Katskiarwengs' , jener Ab - schrägung , die von der Mauer nach der höher gelegenen Linie der köpfe führt1 ) . — Übrigens werden die Ständer bei Neubauten nicht mehr eingebaut . Auf Langeness soll kein Haus mehr damit versehen sein . o o Über das Baumaterial vgl . oben bei Brunnen . Petreus bemerkt Ende des Abb . 9 . Garten , Brunnen mit Haken und Eimer . ( Am Hause lehnt die Wip - Schaufel . ) 16 . Jahrhunderts für Nordstrand , dass seit 30 Jahren alle Häuser mit Ziegelsteinen in Muschelkalk aufgemauert seien . Fachwerk findet sich nirgends ; die Aussenwand des Hauses heisst 'mür' , die Innenwände 'üch' ( Föhr : 'woch' ) ; diese Wörter weisen auf die frühere Wandkonstruktion aus Flechtwerk2 ) . Die Länge unseres Hauses beträgt 14 m , Breite 8 m : Höhe bis zum Dachfirst 8 , 80 , Mauerhöhe an den Längsseiten 2 , 50 , an den Schmalseiten 3 , 90 m . Die Höhe des Daches über dem Dachboden 6 , 20 m , die grossen 1 ) Uhle , Das Föhringer Haus , Yerhandl . der Beri , anthr . Ges . vom 11 . Januar 1890 . Führer durch das Friesen - Museum Föhr , 1906 . 2 ) Vgl . z . B . Kaufmann , Zur Geschichte des niedersächsischen Bauernhauses , Zs . f . Deutsch . Philolog . 39 ; Meringer , Etymol . zum geflochtenen Haus , Festgabe f . E . Heinzel , Halle 1898 .