Die Halligwohnstätte . 361 unter der Oberfläche auf der horizontalen Hallig läuft , mitunter findet sich statt des Kanals nur eine Rinne ( 'Kröpels' ) . Wo das Sil in den körper eintritt , befindet sich eine Grube ( 'Schedelsloch' ) mit wallartigen Rändern , durch welche , wenn der natürliche Abfluss nicht mehr wirkt , dass Wasser durch Einschöpfen um l1 / * Fuss 'gespannt' werden kann . Yon diesem Loch an heisst die Leitung Feedensil . Sie verläuft in einem Holzkasten von quadratischem Querschnitt von etwa 30 cm Breite und mündet etwa 1 / a m über der Feedingsohle . Schon Lorenzen gibt diese Art der Füllung und den Namen Scheetels . Es dauert 4—8 Tage bis ein ganz leerer Feeding auf die genannten Arten wieder einigermassen gefüllt ist . Die oben angedeutete Verschiedenheit in diesen Fällen zwischen Hooge und Langeness ist auffallend . Ein sehr intelligenter Hooger stellt in Abrede , dass es möglich sei , von den Schedlings aus den ■ in " 1 a ■ » ' 1 r 1 r <> " / > fr J ir . / À \ / r fi . \ / 3 \ if - f / \ Iti N> II ) 6 / n \ \ o u ■ t—^ r ■ ■ l II z 44 - V_ ■ 1 . Il > Massstab 1 : 100 . Abb . 5 . Grundriss eines typischen Hallighauses . 1 . Haustür . — 2 . Hausflur . — 3 . Wohnstube . — 4 . Ofen . — 5 . Wandbett . — 6 . Gute Stube . — 7 . Kellerkammer . — 8 . Kleiderschrank . — 9 . Speisekammer . — 10 . Treppe zum Keller . — 11 . Küche . — 12 . Herd . — 13 . Deëloch . — 14 . Madel - dër . — 15 . Stall . — 16 . Gröpe . — 17 . Madel - skot . — 18 . Stand für zwei Kühe . — 19 . Stalltür . — 20 . Treppe zum Dachboden . — 21 . Schafstall . — 22 . Schweinestall . — 23 . Kleine Stube . — ■ Ständer . Feeding zu füllen . Es fehlt deshalb auf Hooge das eben beschriebene Feedensil . Natürlich ist die Öffnung des Feedensils aussen an der Werft für gewöhnlich aufs sorgfältigste geschlossen , um anstürmenden Wellen keinen Angriffspunkt zu bieten ; auch die innere Mündung ist durch einen 'Pfropf' fest verschlossen . — Neben dem Feeding , nahe dem Hause , befindet sich ein Brunnen ( 'Sue' ) . Dieser ist mit Ziegelsteinen , aber auch noch sehr oft mit Rasenstücken gemauert . Seine Form ist meist die einer schlanken oder auch dickbauchigen Flasche ( s . Abb . 6 ) , seltener hat er Kegelform . Rasenstücke als Baumaterial werden für die Brunnen schon von Jacob Sax1 ) im 17 . Jahrhundert erwähnt : „ Auf den Watten sieht man die Rasenstücke untergegangener Brunnen ( 'puteorum 1 ) Westphalen 1 , 1387 .