Häberlin : Die Halligwohiistätte . 353 Die Halligwohnstätte . Yon Karl Häberlin . ( Mit zwölf Abbildungen . ) Die Halligen an der Westküste Schleswig - Holsteins zwischen Husum und Dagebiill sind wie die Marsch des gegenüberliegenden Festlandes marinen Ursprungs , geologisch bestehen sie aus 'Schlick' , d . h . Ton mit Sand . Zurzeit zählt man zehn Halligen : Gröde } 304 ha 5 Häuser 29 Bewohner Habel 1 Haus 3 V Hooge 700 „ 36 Häuser 146 V Langeness 669 „ 29 „ 129 Nordmarsch 510 „ 18 93 Nordstrandisch Moor 5 , 35 Norderoog V ) 1 Haus — 7 ) Oland 97 „ 12 Häuser 71 Hamburger Hallig ( jetzt fast landfest ) V 1 Haus 3 VI Süderoog V 1 » 7 T ) Südfall V 1 „ 2 V Unter dem Namen Halligen versteht man uneingedeichte Inseln , nur wenig über den Meeresspiegel erhaben ( Nordmarsch 0 , 8 m über gew . Hochwasser , 1 , 6 m über N . N . ; Hooge 20 cm höher ) und bei hohen Fluten vom Meer bedeckt . Das schliesst in sich , dass sie nicht gepflügt werden können , da gepflügtes Erdreich dem zerstörenden Anprall der Wellen den Weg öffnen würde . Umgeben sind die Halligen in wechselnder , zum Teil sehr grosser Ausdehnung von 'Witten' , amphibischen Erdstrichen , die bei Ebbe trocken laufen , bei Flut unter Wasser stehen ( s . Seekarten des marineamts , Blatt 70 ) . Es ist nicht Aufgabe dieser Zeilen , das Thema der Landverluste dieser Gegend zu behandeln . Johannes Petreus1 ) ( 'Ein Körte Beschrivinge des Lendlins Nordstrand etc . ' , begonnen 1565 , beendigt Anno 1597 ) , gibt auf seiner Karte 29 Halligen um Nordstrand an , Dankwerth - Meyer2 ) hat nur 19 , während P . Sax3 ) 1656 deren Zahl auf 26 angibt , und zwar nur die um Nordstrand , nicht die damaligen Inseln Galmsbüll , Dagebüll usw . , 1 ) Zs . für S chi . - Holstein . - Lauenburg . Gesch . 24 und Camerer , Historisch - Politische Nachrichten 2 , 1762 . 2 ) Neue Landesbeschreibung von Schl . - Holst . , Husum 1652 . B ) Westphalen , Monumenta inedita 1 . Zeitschr . d . Vereins f . Volkskunde . 1912 . Heft 4 . «o