Kleine Mitteilungen . 177 Es ergibt sich also , wenn wir von den Versehen in 11 . 12 absehen , bei nahme nur eines Riesen folgendes : entweder t oder v . Und bei t wieder : weder u oder y , oder w oder x . Von den Motiven t—y kommt x nur für die Passungen mit b in Betracht . Denn es ist ja der König , dem der Riese gefangen überbracht wird . Umgekehrt passen u und y nur für die Passungen ohne b . Denn dass der Riese entflieht oder den Schneider durch Geld abfindet , entspricht nicht dem Auftrag des Königs . Nur in 11 , wo die Riesen dem Schneider das schriftliche Versprechen mitgeben , sich nie wieder in des Königs Garten blicken zu lassen , ist u am Platz . Die Motive v , w und t passen sowohl in die b - Passungen hinein wie in die ohne b . Zu t . In 3 . 8 . 16 legt er 'n strohkêrl ( so : n qrt strohkêrl : 8 , so 'n i^rt popp : 16 ) ins Bett , in 3 ( mit 'n ) schebölkengesich vçr un . . so 'n haar an , in IG sin tüg . In 6 . 10 . 12 . 15 . 25 stellt er 'n putt ( nachputt : 6 , pißputt : 12 , 'n swarten pott : 25 ) hinein , den er in 8 . 10 mit Blut ( höhnerblöt : 10 ) füllt . In 8 setzt er ihn dem strohkêrl ünner 'n kopp , in 10 hängt he sin mütz dar çwer . In 12 lecht he sik den pißputt up 'n kopp ( ! ) . Sich selbst legt er gewöhnlich unters Bett , in 3 hukt he sik achter 'n kuffer , in 8 geiht he ganz up 'n anner stçd' hen ligg'n . Den Mordversuch macht in 12 die Riesin , und zwar aus keinem andern Grund , als weil der Riese sie fragt : Wo ward wi den kêrl los' ? Aus demselben nichtigen Grunde wird in 17 ( s . o . ) der Mord von dem zweiten Riesen versucht , der erst abends nach Hause kommt . Der Riese kommt meist mit 'n äx ( 2 . 3 . 8 . 16 . 25 ) — in 12 die Riesin mit 'n bil — , in 7 mit 'n groten degen , in 10 . 17 mit 'n isern stang' ( so 'n grot isern stang' : 17 ) , in 15 mit so 'n groten knüppel as so 'n wagenrung' . In 3 sleit he de äx in 'n balken faß . In 6 neiht he em 'n paar op ( çwer ? ) den kopp herçwer , in 8 dunst he em ên'n ywer den kopp . In 10 sleit he up den putt , dat dat blot em çwer 't lif sprütt . In 15 hett de katt ümmer to enn's den föten up 'n bett Içgen . Und bei dem Schlag verfêrt se sik un springt bôz dör 't finster hendçr , so dass der Riese auf die Frage : Heß em got drapen ? sagt : Ik slog' em , dat de arm seel ut 't finster flog' . Am Morgen gibt der Schneider in 2 . 8 vor , eine Mücke habe ihn gestochen , in 12 . 25 , ein Ploh . In 6 sagt er : Ik wull bloß mal wçten , wer mi dar ywernach 'n paar mal op 'n kopp tippen dee , in 10 : So 'n knipsen slq mi ne weller vor de nos' . In 15 : Ja , herr , Hê hett mi 'n tick geb'n . Paß man up ! Ik will Em ! n tack geb'n . In 16 : So 'n ol pimpensläg' ( schwache Schläge ) , dat Iqt nq ! Zu u . In 6 heisst es : Dar heß din föfti daler lohn . Un nu gah man hen , wo du her kam'n büß . Wi künnt di hier ne länger barbargen . In 10 sagt der Riese : Ik will di so vçl geld geb'n , as du drçgen kanns , worauf der Jung sagt : Nç , so vçl wi' 'k gar ne hebb'n . Wenn du mi man so vçl giffs , as du drçgen kanns . Und der Riese muss ihm dann den Sack voll Geld nach dem Hecklock tragen , dat is mit sten'n utsett : dar schaß dat upsetten . Von hier holt sich dann der Jung mit seiner Mutter das Geld ab , sie in der Schürze , er in 'n molg' . In 15 gift de fru em tein daler un bidd't em , hê schall man afgahn ( s . zu y ) . In 11 schlägt der Jung das angebotene Vermögen grossmiitig aus : dat künn' ji gern be - hol'n . Awer ji schüllt mi dat schriffli geb'n , dat ji den gtp'd'n ( des Königs ) hier verlaten wüllt . . denn will ik ju leb'n laten . Verkehrt ist es übrigens , wenn die drei Riesen hier ( in 11 ) schon nach 1 h i bereit sind , sich loszukaufen . Es fehlt hier t vor u ( s . o . ) . Zeitschr . d . Vereins f . Volkskunde . 1912 . Heft 2 . 12