Replik . Aus Paris . III Ich glaube mit diesen wenigen Bemerkungen Alles besei - tigt zu haben , woran Hr . B . Anstoß finden mochte ; daß meine ganze Besprechung seines Buches nicht im Mindesten daraus angelegt war , dasselbe irgendwie zu discreditiren oder herab - zusetzen , werden unbefangene Leser bestätigen . Für den Fall , daß die Citate insgesammt für sittlich werthlos oder gar gefährlich zu halten wären ( was freilich gar nicht meine Mei - nuug war ) , wäre das Verdienst des Hrn . B . , sie „ signalisirt " zu haben , nur um so größer . Bern , Januar 1867 . L . Tobler . Aus Paris . Hr . Michel Breal hat den Vortrag , mit dem er feinen Cursus über vergleichende Grammatik in diesem verflossenen Winter V am College de France wieder eröffnet hat , dem Druck übergeben : De la forme et de la fonction des mots . Seinem Zwecke gemäß enthält dieser Vortrag nicht sowohl eine wissenschaftliche Untersuchung und neue Ergebnisse einer solchen , als vielmehr ein Programm , Grundsätze der Sprachwissenschaft . Er sagt denen , die Jacob Grimm kennen , nichts Neues . Aber nicht nur sagt er das Alte , Bekannte sehr gut , wie wir es vom Franzosen erwarten ; sondern sein gesunder französischer Verstand hat ihn auch vor dem neuen Jrrthum geschützt , den man jetzt in Deutschland und England verbreiten möchte ; wir meinen den Wahn , die Sprache sei ein Naturproduct , und die Sprachwissenschaft eine naturwissenschaftliche Disciplin . Hr . Breal sagt ( p . 20 ) : „ L'histoire de la langue n'obeit dono Mit Ehrfurcht soll man auf den Dichter schauen , Den Leuchtthurm für dies irrende Geschlecht ; Doch seine Phrasen immer wiederkäuen , Das läßt der Würde deutscher Sprache schlecht . Wenn ich von meinen Pappenheimern höre , Den schönen Tagen von Aranjuez , Jsts^als ob mir der Magen sich empöre Und als Brechpulver wirke das Geschwätz . M . L .