Spiegel- und Nagelplastiken vom unteren Kongo im Linden-Museum 19 vorgestreckt und mit einem Bart umgeben, der aus dem Material hergestellt ist, das für dis Spiegelkästen verwendet wird. Der Mund ist geöffnet. Die Zahnreihen weisen Spuren weißer Bemalung auf. Die mittleren, oberen Schneidezähne sind deformiert (Typ e). Die Nase ist kurz und hat mächtige Nasenflügel. Weiße Steingut(?)stücke mit aufgesetzten schwarzen Kügelchen sind als Augen in den Kopf eingelassen. Spuren rot-weißer Bemalung (Streifen) sind auf Wangen und Schläfen. Durch die Läppchen der abstehenden Ohren sind Eisenringe gezogen. Der Hinterkopf der Figur ist eiför ­ mig gearbeitet. Auf dem Bauch befindet sich ein Kasten, der vorne durch ein Stück Schnecken- oder Muschelschale geschlossen ist. In Bauch, Brust, Hals und Rücken der Figur sind Eisenstücke und Nägel geschlagen. An einigen Eisenstücken hängen Schnüre und Kalebassenstücke. Um den Hals ist eine gedrehte Bastschnur gebunden, um die Hüften ein Schurz aus Raphiastücken 2 ). Yombe-Bezeichnung: Mangaka. Höhe: 108,5 cm. Herkunft: Yombe. Sammlung R. Visser. 35 642. Die klobigen Füße ruhen auf einem annähernd quadratischen Sockel, der großenteils durch Insektenfraß zerstört ist. Die Beine sind kurz und säulenartig. Der linke Arm ruht auf der Hüfte, der rechte hängt herab und ist mit Unterarm (oder Hand?) nach vorne abgewinkelt. Kurz vor dem Gelenk ist er abgebrochen. Der Kopf sitzt mit vorgestrecktem Kinn auf dem leicht vorgebeugten Hals. Der Mund ist ge ­ öffnet; in ihn sind oben Knochenstückchen als Zähne eingesetzt. Diese Zähne sind deformiert (Typ g). Neben der kleinen Nase sind Glasstücke als Augen eingelassen. Die Ohren sind abstehende, seitliche Fortsätze. Die Figur ist mit einem Kopfputz ver ­ sehen, in den Eberhauer eingelassen sind. Die obere Gesichtshälfte und das entspre ­ chende Teil des Hinterkopfes sind weiß bemalt. Der Körper der Figur ist in Tücher gehüllt und mit Eisenstücken und Nägeln bedeckt. Auf dem Bauch fehlt der Kasten. Yombe-Bezeichnung: Ngundu. Höhe: 83 cm. Herkunft: Yombe. Sammlung R. Visser. 35 627. Die Füße ruhen auf zwei klobigen Holzsockeln, deren Außenkanten orna ­ mentiert sind: Kreise und Halbkreise in Rechtecken. Die Ornamente sind eingeritzt und mit weißer Farbe ausgemalt. Die Figur ist fast völlig mit Bündeln von Schnüren, Stoffstücken und Fransen aus Stoff behängt. Unter dem Behang ist das männliche Geschlechtsorgan verborgen. Die Hände liegen auf dem Bauch unter einem Kasten, in dessen Mitte ein kleines Stück Schnecken- oder Muschelschale eingelassen ist. Über dem Kasten sitzt ein großer Nagel in der Figur. Auf dem Rücken hängen unter dem Tuch die Panzer von drei Schildkröten und eine Röhre mit einem daran befestigten Behäl ­ ter, der aus der gleichen Masse gearbeitet ist wie der Kasten. Unter dem Behang ist der Leib der Figur dick mit rotem Farbpulver bedeckt. Die Figur hat Oberkörper und Hals nach vorne gebeugt. Der Kopf ist etwa eiförmig. Das Kinn ist vorgestreckt. Der leicht geöffnete Mund läßt oben eine Zahnreihe sehen. Die Schneidezähne sind defor ­ miert (Typ d). Die Nase ist flach und breit. Die Augen sind erhaben aus dem Holz 2 ) Eine Entsprechung zu 38 019 und 29 623 ist bei Maes, 1935, Tafel V, Abb. 1 und 2 wiedergegeben.