18 Jürgen Zwernemann gelassen. Auf dem Rücken des Tieres fehlt der Spiegelkasten. Einige Eisenstücke stecken im Rücken des Tieres, an anderen Stellen sind die Löcher entfernter Eisenstücke zu sehen. Der Schwanz ist kreisförmig gerollt. Höhe: 17,5 cm; Länge: 52 cm. Herkunft: Yombe. Sammlung R. Visser. 57 766. Vierfüßer mit zwei Köpfen. Die Köpfe sind waagerecht ausgestreckt. In den geöffneten Mäulern sind je vier Reißzähne sichtbar. Spiegelstückchen sind als Augen eingesetzt. Um die Hälse sind Eisenringe geschlungen. Auf Bauch und Rücken ist je ein Spiegelkästchen befestigt. Im Rücken der Figur stecken mehrere Nägel und Eisenstücke 1 ). Höhe: 12 cm; Länge; 33,5 cm. Herkunft: Yombe (?). Sammlung Dorbritz. 2. Nagelplastiken in Menschengestalt a) Stehende Figuren, Hände auf den Hüften oder herabhängend 38 019. Die großen Füße ruhen auf zwei klobigen Holzsockeln. Die Beine sind kurz und kaum ausgearbeitet. Der Oberkörper ist leicht vorgebeugt. Eine flache Rille deutet das Rückgrat an. Von den Schulterblättern zum Rückgrat verläuft ein V-för ­ miges Ritzornament, an das sich nach unten je zwei kleine, rechteckige Figuren an ­ schließen. An der Spitze des Ornaments befindet sich eine Raute. Die Arme sind seit ­ lich gewinkelt, die Hände ruhen auf den Hüften. An Fußgelenken, Handgelenken und Oberarmen sind Bein- bzw. Armringe im Relief dargestellt. Hals und Kinn sind vor ­ gestreckt. Der Kopf hat etwa eiförmige Gestalt. Der Mund ist leicht geöffnet und zeigt weiße Zahnreihen. Die oberen Schneidezähne zeigen die Deformation des Typs a. Die Nase ist breit und hat betonte Nasenflügel. Weiße Steingut-(?)scherben sind als Augen eingesetzt. Schwarze Kügelchen stellen die Pupillen dar. Wangen und Augen ­ bögen sind mit weißen und roten Streifen bemalt. Ein weiß-roter Zierstreifen verläuft senkrecht über die Stirn. Die Ohren sind rotgefärbt und am Läppchen durchbohrt. Auf dem Bauch trägt die Figur einen ovalen Kasten, der vorne mit einem großen Stück Schnecken- oder Muschelschale verschlossen ist. Um die Hüften hängt ein Schamschurz aus Raphia-Tüchern. Auf Bauch, Brust und am Kinn der Figur sind zahlreiche Nägel und andere Eisenstücke eingeschlagen. An einigen Nägeln sind Schnüre aus pflanz ­ lichen Materialien oder Stoff, an zwei Stellen Kalebassenstücke befestigt (siehe Abb. 5). Yombe-Bezeichnung; Mangaka. Höhe: 107 cm. Herkunft: Yombe. Sammlung R, Visser. 29 623. Die grobgearbeiteten Füße stehen auf zwei klobigen Holzsockeln. Die Beine sind sehr kurz und kaum ausgearbeitet. Der Oberkörper ist aufgerichtet. Die Hände ruhen auf den Hüften, die Arme sind leicht angewinkelt. Das Rückgrat ist durch eine Rille angedeutet, die Schulterblätter sind durch einen schwachen Absatz hervorgehoben. Auf Schulterblättern und Rückgrat ist eine rot-weiße Bemalung T-för ­ mig angebracht. Auf einem langen Hals sitzt der große Kopf der Figur. Das Kinn ist ! ) Abbildungen von benagelten Tierplastiken siehe bei Maes, 1935, Tafel 1. Jedoch ist lediglich im Typ eine Ähnlichkeit zwischen dort abgebildeten Stücken und den entsprechenden Plastiken des Linden-Museums festzustellen.