Spiegel- und Nagelplastiken vom unteren Kongo im Linden-Museum 17 direkt als Harz bezeichnet. Das gleiche Material wird für den Aufbau des Kopfputzes, der ebenfalls magische Substanz enthält oder enthalten kann, für die Darstellung von Pupillen auf Porzellan- oder Steingutstücken, die als Augen eingesetzt sind, und zur Befestigung der als Augen eingesetzten Glas-, Spiegel-, Porzellan- oder Steingutstücke benutzt. Die Spiegelkästen usw. sind oft schwarz, können aber auch grau oder mit Lehm beschmiert sein. 1. Nagelplastiken in Tier gestalt 29 634. Männliches, vierbeiniges Tier. Der Kopf ist vorgestreckt, die Schnauze leicht gehoben und geöffnet. Im Maul sind die Zahnreihen sichtbar. Auf jeder Seite sind unten ein, oben zwei Reißzähne. Zwei Glasstücke sind als Augen eingesetzt. Um den Hals trägt die Figur einen Eisenring. Der nach hinten gestreckte Schwanz ist spiralig eingerollt. Auf dem Rücken der Plastik ist ein Spiegelkasten befestigt. In Rücken und Seiten sind Eisenstücke und Nägel eingeschlagen. Auch Spuren entfernter bzw. abgebrochener Eisenstücke sind sichtbar (siehe Abb. 2). Höhe: 17,5 cm; Länge: 57 cm. Herkunft: Yombe. Sammlung R. Visser. 29 635. Männliches, vierbeiniges Tier. Der Kopf ist nach unten vorgestreckt. Im geöffneten Maul sind beiderseits oben und unten je zwei Reißzähne und dahinter Reihen kleinerer Zähne sichtbar. Zwei Glasstücke sind als Augen in den Kopf ein-