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Die aktuell vollbrachte Missethat dagegen (die „alte Schuld“) muss in Narraker
(Naraka) gesühnt werden, durch Lanyoot’s siebenmal wiederholte ReinigungS'
versuche, und wer sich dann unverbesserlich zeigt, verfällt damit ewiger Pein
(als Hantu degup). Die Gereinigten (oder Teletai) dagegen ziehen auf „Wegen
des Zeus“ nach makarischen Frucht-Inseln (Pulo-Buah) und werden von dort
durch den für lnilfreiche Vermittelung gesandten „Freund“ zur „Burg des
Kronos“ abgeholt (in Kelongson-Awan). Daneben findet sich, aber auf einem
(bei Virgil) getrennt abgezweigten Wege, der „Limbus infantum“ (oder Tinga-Howi,
im Idiom der Semang), welcher dagegeu auf dem (s. Thomson) nach Naukavendra’s
Höhen führendem Totenpfad (der Vitier) an derselben Strasse liegt, etwas
seitsab, indem die abgeschiedene Seele, kurz vor Ankunft am Ziel, die Bäume
passiert, an deren Zweigen die Kinderseelen (Fledermäusen gleich) hängen (ihre
Mütter erwartend, zum Abholen). Dass die Säuglinge Schwierigkeiten haben würden,
für sich allein den Weg ins Seelendorf zu finden, weiss auch die indianische Mutter
und hört es deshalb gern, wenn ihr gleichzeitig das Absterben eines älteren Verwandten
gemeldet werden sollte, der die Führung übernehmen kann (an Stelle des
sonst für solchen Zweck nachgesandten Hundes; als Psychopompos, gleich Anubis)-Bei
unerschöpflicher Endlosigkeit solch ethnischer Parallelen muss hier abgebrochen
werden, zumal das Angeführte vollauf genügt auch in diesem Sonderfall
wieder, die allgemein konstatierte Gleichwertigkeit der elementaren Unterlagen
aufzuweisen (unter den Differenzierungen der Völkergedanken). Ausserdem
werden (in Betreff des letzt erwähnten Spezialfalls) die weiter noch im Einlaufen
begriffenen Sammlungen unseres Reisenden, unter Prof. GrünwedePs sachkundiger
Behandlung, voraussichtlich noch fernere Ergänzungen hinzuliefern, worauf dann
später wird zurückgekommen werden können (im nächsten Heft des Notizblattes)-A.
B.
Garbe. Die Samkhya-Philosophie. Leipzig 1894.
Eine höchst willkommene und dankenswerte Arbeit, bei längerem Aufenthalt
in Indien und dauerndem Verkehr mit den einheimischen Gelehrten auf
schulgerechter Quellen-Kenntnis begründet (im Anschluss an vorangegangene
Übersetzungen der Samkhya-Texte).
Ob die Philosophie, die „Wissenschaft der Principien“ (b. Überweg), ab
xTrjmg é-tffrfjp.rjq (bei Plato), die Tugend oder die Glückseligkeit (ruv zbdaipova ßiov)
anzustreben habe, findet sich in den die Stoiker und Epikuräer bewegenden Streitfragen
diskutiert, wogegen in Indien’s Philosophie-Systemen stets die „Apavarga
zur Zielerrichtung gesteckt ist, die „Erlösung“ der Seele (in „Abwälzung“ bedrücken'
der Last), und deshalb steht nur sie im Mittelpunkt der Betrachtung, als für den
Menschen gewichtigstes Beobachtungsobjekt; in diesen Religions-Philosophien Ü v °
die Schwester der Theologia nicht auf Dienstleistungen, einer „ancilla“ nur, verwiesen
worden ist).
f
Da die Seele eingewoben liegt in die Welt, führt die Untersuchung auch am
diese, und bei den zur Erklärung des Daseins (wenn nicht als vorhanden gegeben
o
angenommen) gebotenen Wegen der Wahl, über „Entstehung oder Schöpfung»
hat die Samkhya sich für die erstere entschieden und demgemäss ihren Seelenbegri^