A. Originalabhandlung.
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anderer Beziehung zusammengehörigen Formen und Funde mit
leichter Mühe herausflnden lassen.
Das ist erstens der von R. Hausmann und A. Buchholtz
zusammengestellte Katalog der Ausstellung zum X. archäologischen
Kongress in Riga 1896 (im Folgenden citiert als RK = Rigaer
Katalog), der uns das ganze Material der russischen Ostseeprovinzen
vorführt, und zweitens der eben fertiggewordene Bilderatlas von
A. Hackman und H. J. Heikel mit dem Titel: Vorgeschichtliche
Altertümer aus Finnland, (85) photographische Tafeln aus dem
Historischen Museum des Staates in Helsingfors (im Folgenden
citiert als HH).
Aus beiden Werken ersehen wir nun zur Genüge, dass die
oben erwähnten Altertümer mit Münzen des 8. bis 13. Jahrhunderts
zusammen Vorkommen. Wir führen einige solcher Funde (von deren
Inventar weiter unten die Rede sein wird) an:
I. Aus Kurland. RK Nr. 474 Grab 4 des Gräberfeldes von
Zeemalden mit einem Dirhem des Samaniden Ismail ben Ahmed vom
Jahre 903/4 n. Chr.
II. Aus Livland. RK 529 Allasch Grab 3 mit acht angelsächsischen
Pennys und Bruchstücken von solchen, wohl alle von
Aethelred II (978 —1016). RK 535 Allasch Grab 13 mit einem
Dirhem des Khalifen Er-Rady Billah (934—940). RK 550 Kremon
Grab 18 mit einem Samanidenbracteat aus der Zeit von 912—961.
RK 574 Gross Roop am Ikulsee Grab 8 mit einem Dirhem des
Khalifen Al Mansur von Bagdad vom Jahre 157 der Hedschra
(=773/4 n. Chr.). RK 590 — 93 Ronneburg Skelettgrab 2 mit
zwei angelsächsischen Pennys von Aethelred II und einer durchlochten
deutschen Silbermünze des 11. Jahrhunderts. RK 653
Alswig, zufälliger Fund mit einem Denar von Bernhard III von der
Lippe (1229—65). Dazu kommt eine grössere Anzahl bei Ascheraden
gefundener deutscher, angelsächsischer, byzantinischer und kufischer
Münzen aus der Zeit von 906—1040.
III. Aus Estland. RK 703 Innis, Skelettgrab mit einem
Samanidendirhem des 10. Jahrhunderts.
IV. Aus Finnland. Citiert nach Hackman und Heikel: HH
Tafel 72, Fig. 9 Eura*) Grab 7 mit einer kuflschen Münze des
9.—10. Jahrhunderts. HH 41 Fig, 9 Pernio Grab 3 mit einer
*) Hackman giebt in seinem Katalog an erster Stelle nicht den Namen des
Fundortes, sondern den des betr. Kirchspiels an. Der Kürze halber ist hier und
im Folgenden daher nur das Kirchspiel citiert.
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