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Volltext: Mitteilungen des Provisoriums der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft, Stück 1/23.1884/85

3. Die Firmen verpflichten sich, falls ein billigeres 
Angebot von jährlich 100,000 Ztr. anderweitig erfolgt, diesem 
Preisrückgänge zu folgen oder aber vom Vertrage zurück­ 
zutreten. ^ ^ 
4. Die Dünger-Abteilung verpflichtet sich, von anderen 
Firmen unter Maßgabe 8ud 3 pro 1885/86 nur 15o/o 
1886/87 nur 200/0, 1887/88 nur 250/0 des Bedarfs der 
Mitglieder zu entnehmen. 
^ 5 Die Firmen gewähren kostenfreie Analyse und zwar 
Firma Hoyermann aus den Versuchsstationen Hildesheim 
und Möckern, Firma Bethge, Ohage L- Potte auf der Ver­ 
suchsstation Dahme, beide Firmen aber auch auf der Moor- 
Versuchsstation Bremen. 
6.^ Ziel 30 Tage nach dem Datum der Faktura. 
Beide Firmen gewähren, jede für sich, eine Rückverqütuna 
auf den Preis excl. Sack. 
Bei Entnahme per Jahr 
bis zu 10,000 Ztr. bei einer Firma io/o 
- „ 20,000 „ „ , 2 
„ „ 30,000    ^3I 
" " c>0,000 „ „ „  ^^ 
„ „ 100,000 „ „ „ 5 
. . 200,000    ' 6/ 
über 200,000 „ „ „ „ 7 „ 
Durch diesen Abschluß ist vorläufig, wo seither 15,775 
Zentner dieses Düngemittels nur angemeldet worden sind, 
der vermutlich in ruhiger Steigerung zu erwartende Be­ 
darf unserer Mitglieder gesichert zu billigem, nicht erhöh­ 
barem, aber dennoch der Konkurrenz unterworfenem Preise. 
Denn, falls es wahr ist, daß eine vollkommene und billige 
Düngung eins der wesentlichen Mittel für die deutsche Land­ 
wirtschaft ist, die schwere Krisis zu überwinden, so wird 
ihr grade zur rechten Zeit heute durch die vaterländische 
Industrie diese billigste Phosphorsüurequelle eröffnet. Ueber- 
all sollte mindestens mit ausgedehnten Versuchen unverweilt 
vorgegangen werden. Die Kommission wird sich mit den 
gemachten Abschlüssen noch nicht zufrieden geben. Eine 
Vielzahl landwirtschaftlicher Vereine ist der Dünger-Abtei­ 
lung bereis zugetreten ; weitere Zutritte stehen zu erwarten. 
Der Bedarf wird voraussichtlich ein sehr bedeutender werden. 
Somit wird die Kommission diese Sache auch fernerhin 
unausgesetzt im Auge behalten.! Dorotheenstraße 95/96, welch' letzterer in dankenswerter 
Weise uns hierzu bis dahin die Erlaubnis erteilt hat, bis 
wir in hoffentlich baldiger Frist in der Lage sind, in 
Berlin selbst Diensträmne zu haben. Wir bitten, diese 
Muster in Augenschein zu nehmen. Die Firmen L. R. 
Kühn und Anglo-Continental-Werke liefern ein äußerst 
feines, Weizenpnder ähnliches, trockenes Präparat und ga­ 
rantieren 90 "/o der Phosphorsäure citratlöslich; die Firmen 
Heiler und Hohermann liefern kein so feines, aber nicht 
stark getrocknetes Produkt, dessen Phosphorsäure demnach 
citratlöslich bleiben muß, weil es einer starken Darrung 
nicht unterworfen wurde. 
Spekulationsartikel Chilisalpeter ließen sich 
feste Abschlüsse, der Natur des Geschäftes darin ensprechend, 
nicht erzielen; die Kommission mußte sich darauf beschränken, 
eine angesehene und leistungsfähige Firma für den kom­ 
missionsweisen Ankauf der Waare fest zu verpflichten. Die 
Kommissionsgebühr für Umladetvsten, Ankauf und -Mägigen 
Kredit mit :!"». von denen l °/a au die Abteilung rück­ 
vergütet werden, erscheint angemessen. 
Über schwefelsaures Ammoniak sind Lieferungsverträge 
noch nicht geschlossen; dieser Stickstoffkörper wird bekanntlich 
jetzt bereits in nicht unerheblichen Mengen der Landwirt­ 
schaft seitens der vaterländischen Industrie als Abfalls­ 
produkt dargeboten. Wir behalten uns vor, demnächst weiter 
zu berichten. 
Zu den oben ausgeführten Abmachungen ist noch Fol­ 
gendes zu bemerken. 
Generell: Es ist für die Fabriken äußerst wünschens­ 
wert, alle Bestellungen möglichst früh zu erhalten; nur 
dann sind sie imstande, nicht allein Prompt sondern auch 
eine möglichst technisch vollendete, beste Ware liefern zu 
können. Sodann ist es wünschenswert, daß die Herren Be­ 
steller bei Überschreibung der Bestellung an den Geschäfts­ 
führer wenn möglich selbst diejenige Fabrik aufgeben, von 
welcher sie den Auftrag ausgeführt haben wollen. 
In Betreff des Präcipitats ist zu bemerken, daß man 
an dem geringen Preisunterschiede der einzelnen Abschlüsse 
nicht Anstoß nehmen möge. Von allen Fabrikaten, so auch 
bon diesen, sind die eingereichten Muster in besonderem Wir haben uns in jeglicher Weise bemüht die leistunas- 
Schranke ausgestellt im Club der Landwirte zu Berlin, fähigen Firmen, mit denen die Geschäfte vereinbart sind 
Wir richten an unsere Herren Mitglieder nunmehr die 
dringliche Bitte, von den gewährten kostenfreien Analysen 
unausgesetzt Gebrauch zu »lachen, und das Ergebnis 
derselben jedesmal dem Geschäftsführer der Dünger-Abtei­ 
lung. Ingenieur Beck zu Berlin 8. VV. Waterloo-Ufer 11 
einzusenden. Der Geschäftsführer ist angewiesen, über die 
Analysen-Befunde sorgfältig Buch zu führen, damit wir die 
Leistung der Firmen auf das genaueste kennen lernen 
können. Die ansehnliche,, und leistungsfähigen Firmen, mit 
denen obige Geschäfte vereinbart sind, und die keinen über- 
messenen, sondern nur reellen Gewinn für ihre Arbeit er­ 
streben. Werden mit Vergnügen ihre Leistung kontroliert 
«Peziell bei dem Phosphatniehl ist namentlich die 
Körnung des Feinheitsgrades genau festznstellen, weil von 
die,er in erster Linie der Erfolg abhüngt. Ein Mehl von 
noch größerer Feinheit als gewährleistet, wird noch um io 
wertvoller sein, sollte der Eine oder Andere unserer Herren 
Mitglieder Phosphatmehl aus anderen Fabriken bestehen 
so würden wir für Mittheilung über Gehalt und Kornaröüe 
dankbar >mi.  ^" 
„ In Summa aber bitten wir unsere Herren Mitglieder- 
Lasten Sie uns em.g sein und »nsere Kraft nicht -ersplit- 
tern! Nicht allein, weil die Einigkeit in einem aroven 
Bezüge zu thunlich billigen Preisen führt, sondern we 
dieselbe von den Fabr,kanten höchste Leistung auck, » d?> 
Güte des Fabrikats fordert, bitten wir u. die e E'n akeit 
Wahrlich. Vorzügliches zu leisten, also auch' v^L 
Pistung zu verlangen, wird uns durch die Not der Zeit 
,chwer genug ausgezwungen. ^ 
Seile 133.
	        
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