Notizen. 
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Worten flugs an slawische Herkunft zu denken, ist der Verfasser nicht erlegen. Er 
findet im Gegenteil nur wenig sicheres slawisches Wortmaterial (Lusch = Wiege, 
Schmakkedutsche = Rohrkolben, Mielitz = Fischart), was bei der Dauer der sla 
wischen Herrschaft etwas überrascht. 
Für die Besiedlungsgeschichte, die der Ausgangspunkt der Batheschen Forschung 
war, bringt er sprachliche Ergänzungen, die besonders für die Niederländerfrage 
bedeutsam sind. Sie ist ja seit zwei Jahrzehnten in Fluß und durch Teuchert 
und Seelmann zum Teil beantwortet worden. Die Vorstellung, daß die Nieder 
länder in Massen angesiedelt worden seien, ist bereits von Rudolph vor mehr als 
40 Jahren berichtigt worden. Für eine solche Massenansiedlung kommen eigentlich 
nur die altmärkische Wische und der westliche Fläming in Betracht. Für sein Auf 
nahmegebiet bejaht der Verfasser eine überwiegend ndl. Kolonisation, daneben aber 
auch für Zerbst und für die Gegend um Wittenberg -und Jüterbog; es ist wohl mög 
lich, daß sich nach dem Vorgehen des Verfassers auch die ndl. Besiedlung der Mittel 
mark mit Hilfe der Flurnamen erfassen läßt, denn ihr Einfluß, sprachlich wohl von 
den einzelnen Siedlern getragen, machte sich in den Sprach- und Wortformen 
geltend. Als Grundworte, die unbedingt auf ndl. Siedlung schließen lassen, nennt 
B.: De Haar, de Heymaten, Pasmathen, de Strenge (Strang), Lanke, Morgen, 
de Ganzer, Wiel, Doorgang, de Menten, Donk (Dunke), Hol, Marsch 
(Märsche), Kieft, Meer, Hook (Huk), Bruch, Heide, Kockhoven, Upstall, 
Winkel, Brand, Loop, Driesch, Bosch. Ackerbezeichnungen, wie Massen 
Ruten, Leinen (für den Norden Stücke), sind als ältestes Flurnamengut anzu 
sprechen, an das sich Breiten, Enden, Stücke als jüngere Wiesennamenschicht 
anreihen. Von Wichtigkeit ist die von Bathe gemachte Feststellung, daß zwischen 
den Flurnamen des früher besiedelten Gebiets westlich der Elbe und Saale und der 
östlich gelegenen Landschaft ein Unterschied besteht, der in dem Vergleichsgebiet 
zwischen Elbe und Mulde größtenteils nicht vorhanden ist. Eine Besiedlung des 
Havellandes und der Mittelmark durch Elbostwestfalen aus dem Schwabengau, die 
von Seelmann vertreten wird, lehnt der Verfasser ab — besonders auf Grund der 
Flurnamen —, läßt aber Kolonisten aus dem nördlichen Rheinland, Westfalen und 
Nordbrabant gelten. 
In dem Buche ist ein sehr reiches Material niedergelegt, das verbietet, im ein 
zelnen angezogen zu werden, das aber auch erst zu schlüssigen Ergebnissen führen 
kann, wenn eine gleich sorgfältige Durchforschung der Mittelmark: der Prignitz, 
des Havellandes, des Teltower und des Beiziger Landes vorliegt. Einige ergänzende 
Bemerkungen seien angefügt. Bathe führt einen Gänselockruf „hilehile“ für den 
Norden, „hulehule“ für den Süden seines Gebietes an. Auch in Berlin war er früher 
bei den Straßenjungen bekannt, die die Fischerfrauen auf dem Markte mit „hulehule“ 
begrüßten. Das einzigartige Sprachdenkmal „Dunke“ weist mit Sicherheit auf 
Brabant und den Niederrhein zurück; es kommt aber auch auf Rügen, Amrum, 
Fehmarn und bei Bremen und Lübeck vor. Bei „Ocken“ ist vielleicht auch an Oke 
— Winkel zu denken, denn in der Mittelmark (Berlin-Giesendorf, bei Buch, im Teltow 
und in der Niederlausitz) dient es zur Bezeichnung untergeordneter Örtlichkeiten. 
Auch „Mörtel“, das in Norddeutschland_ verbreitet ist, dürfte in seiner Deutung 
(von Mortarium) nicht ganz sicher sein. Übelgünde ist nach seinem Vorkommen 
(Hannover, Westfalen, Oldenburg, Holstein) wohl eher mnd. als ndl. Bei „dom“, 
das auffallend häufig in dem Aufnahmegebiet ist, und das der Verfasser für über 
tragen aus der Stadt anspricht, liegt die Herleitung aus Dominium doch wohl 
näher, weil es auch in der güterreichen Uckermark vorkommt. 
Wenn sich auch einzelne Beanstandungen aufdrängen, so bleibt doch em un 
geheures Beobachtungsmaterial, das für die Aufhellung der Siedlungsvorgänge sich 
belebend bewähren wird. Dem Buche sind 32 Kartenpausen beigegeben gewiß 
mühevoll entworfen, aber gute Unterlagen für die Sprach- und Wortlinien. 
Robert Mielke. 
Becker, Albert: Kirche und Volkstum. Zur kirchlichen Volkskunde der 
Pfalz. 1. Reihe. Zweibrücken 1933. 34 S. (Beiträge zur Heimatkunde der Pfalz 14). 
— Der unermüdliche Erforscher der pfälzischen Volkskunde stellt m diesem Heft 
neunzehn kürzere Aufsätze zusammen, die er in den letzten Jahren in den Blättern 
für pfälzische Kirchengeschichte veröffentlicht hat, u. a. über die Josaphatladung 
(vgl. hierfür Anhorn, Magiologia 1675, S. 408ff), die Feier des Samstags und des 
Donnerstags, Viehfeiertage (die Herleitung des Namens Leonhard von ligamen, frz. 
lien oder gar von gr. Xveiv erscheint sehr kühn), Osterei und Osterhase, Weihnachts
        

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