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Nach der Messung erscheint der Schädel mesocephal
ınd orthocephal, chamäprosop, chamäkonch und
mesorrhin,
Schädelmaasse in Millimetern:
Länge . 0.0.0.4.
Stirnbreite { uniere
obere
Grösste Breite . .
Hinterhauptbreite .
Mastoidalbreite . . .
Höhe zum Bregma . zZ
„ grösste. . . 1/4
Horizontalamfang . . 0.0.0... ‚500
Sagittalbogen (von der Glabella nasial bis
Oppision) 2.0000. 370
Querbogen (von einem Ohr zum anderen) 315
Gesichtsschädel,
Gesichtshöhe (vom Kinn bis zur Nasen-
wurzel) , . .
Jochbreite. . .. .
. Höhe . .
Orbit | en x
Höhe . .
Nase Brite OR # & w
Untere Kieferhöhe (ohne Zähne)
Kieferbreite { “niere +
obere. . ..
Untere Kieferwinkelbreite .
Kiefergelenksbreite
Indices,
Schädel: Längenbreite-Index = ”79:09
Längenhöhe-Index = ”’82:08
— (83:28)
Breitenhöhe-Index = 9513
Facial-Index = 789
Irbital-Index = 775
Nasal-Index — 51
Obzwar der Schädel in seinen Maassen sich stark
der Brachycephalie nähert, trägt er nichtsdesto-
weniger einen mesocephalen Charakter an sich; in
Hinblick aber auf die Zeitperiode, welcher er an-
gehört (frühe Bronzeperiode), ist er umsomehr be-
achtenswerth, als es nur wenige ähnliche aus dieser
Zeit gibt; es ist daraus zu ersehen, dass die Dolicho-
cephalie schon damals im Abnehmen begriffen war.
Die Maasse und die Bildung des Gesichtes verrathen
aber jedenfalls am meisten den ursprünglichen Typus
jener Zeit.
Von Thieren erscheinen daselbst durch Knochen
vertreten:
Der Hund, und zwar: Canis fam. intermed.
Woldfich und ein Bastard zwischen einem Canis
fam. intermed. Wold£. und einem Canis lado-
gensis AnuGin, nebst dem oben erwähnten Canis
>ptimae matris Jeit.
Mittheilungen d. Anthrop. Gesellsch. in Wien. Bd. XXIV. 1894.
Das Pferd: Equus eaball. minor Wold£
Das Schwein: Sus scrofa palustris Rüt.
Das Schaf: Ovis aries Linne ijuv.. Ovis
fam. ladog. AnuG.
Das Rind: Bos brachyceros Rüt., Bos
;aurus Lin. (einige Knochen von demselben sind
vom Hunde angenagt).
Der Hirsch: Cervus elaphus Lin.
Bevor ich mich zur näheren Würdigung dieser
Gräberstätte wende, muss ich noch die Einzelfunde,
lie hier gemacht wurden, erwähnen.
Vor dem Pavillon des Pilsener Brauhauses wurde
ım Boden der Humusschichte, beiläufig 50cm tief
ın der Erde, ein Menschenschädel gefunden. Ohne
andere Gebeine und ohne Beigaben ruhte er hier
yanz allein inmitten der Kesselgräber auf seiner
Basis so aufgestellt, dass er nach Osten sah. Der-
selbe war sehr morsch, gebrochen und zerfiel beim
Heben in Stücke. Die Hirnschale war fast vermodert
ınd der ganze Schädel so zerfallen, dass er nicht
mehr zusammengestellt werden konnte, um gemessen
zu werden; dem Anscheine nach war er jedoch
zeinesfalls brachycephal. Nur das Gesichtsskelet bietet
atwas Studienmaterial.
Dieser Schädel hat einen anderen Charakter und ist
auch viel grösser, als der oben besprochene, Wie aus der
Stirne, den starken Augenbrauenbogen and überhaupt aus
lem ganzen Baue desselben zu ersehen ist, rührt er von
xinem Manne her; auch die Proc. mastoidei, welche ver-
1ältnissmässig nicht gross sind, lassen darauf schliessen. —
Jas Nasenloch ist an der Basis fast oval, der untere Nasen-
and ist scharf, starke Fossae canınae, Alles abgerundet,
Jas Gesicht flach, das Gebiss stark vorspringend (alveol-
jrognath) und das Kinn schmal und zurücktretend; auch
lie Backenknochen treten stark hervor, sind aber vorne breit
ınd flach. Die Jochbogen sind in der Norma parietalis
ichtbar. Ueberhaupt kann das ganze Gesichtsskelet nicht
‚übsch genannt werden. Die gesunden Zähne, welche abge-
‚ützt erscheinen, und die stark verwachsene Naht, welche
los an der linken Schläfe wahrzunehmen ist, beweisen, dass
Jer Mann das fünfzigste Jahr überschritten haben mochte. —
Die Maasse (in Millimetern) sind folgende:
Stirnbreite, untere. .
Gesichtshöhe . .
Jochbreite . . .
. Höhe
Orbita { Breite
Höhe .
Nasen { Breite, ,
Länge, .
Gaumen- | Bra.
Kieferbreite, untere , ß
Kinn, Höhe ohne Zähne, ......
- „mit Zähnen 2.8208