Alaska .
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Aber cs liegt außerhalb der Hart und des Wasgenwaldcs ein bezeichnendes Beispiel vorn unteren Mainlande vor , daß diese Obelisken wirklich zum Zwecke der Grenzsetzung errichtet wurden .
Im Mai 1878 fand man auf dem Greinberge oberhalb Miltenberg im Spessart wenige Schritte außerhalb eines prähistorischen Ringwalles einen Monolith in Form eines Obcliskes von 4 , 78 m Gesammthöhc und einem Durchmesser an der Basis von 64 cm . Besonderes Interesse giebt diesem roh zubchanencn Denksteine die aus römischen Buchstaben bestehende Inschrift :
INTER
TOVTONOS
C
A
H
F
Dieser Monolith wird nach der Inschrift von I . Becker ,
K . Christ , Conrady , Mommsen als ein laxis terminalis aufzufassen sein . Da mm bei Miltenberg ein römisches Kastell nachgewiescn ist , und eine hier gelegene Kolonie „ Aelia Hadriana " nicht zu den Unmöglichkeiten gehört , so bezeichnet dieser Monolith die Grenze zwischen dem gallisch - germanischen Gauvolke der Toutonen - Teutonen und dem römischen Gebiete1 ) .
U Uclicr den Toutonenstein vergt . „ Korrespondenzblatt des Gesnmmtvereines der deutschen Geschichts - und Alterthums - bereine“ 1878 Nr . 8 , 9 , 10 .
Schließen wir nun vom Bekannten auf das bekannte , so werden auch die Obelisken längs der scheide zwischen Rhein und Saar im Hartgebirge nach Lage , Gebrauch in historischer Zeit und diesem logon als Grenzsteine benachbarter gallisch - germanischer Stämme aufzufassen sein . Ob dieselben längs dem ganzen Firste der Vogesen herlausen , ist noch nicht festgestellt . Da jedoch , wo sie nach unserer Darlegung konstatirt sind , von der Moder und dem Eichclbache an zur Saar und Blies bei St . Ingbert in erster Linie und nach Osten zum Nordrande des Hartgebirges bei Landstuhl und vielleicht weiter nach Osten bis Colgenstein ( — Galgenstein ) an der Eis nahe bei Worms in zweiter Linie , werden wir diese Grenzsteine als Abgrenzungen gallisch - germanischer Völker , etwa der Mediomatriker im Osten , der Treverer im Nordostcn einerseits , der Triboccer im Westen andererseits zu halten habenx ) . Daß diese Terminalsteine in späterer Zeit auch für andere Politische und religiöse Bezirke , für Germania prima und Gallia Bélgica , sowie für die grenzung der Diöcesen in Geltung verblieben , ja bis ans dies Jahrhundert Grenzen bezeichneten , liegt in der Natur der Sache und zeugt nur für die richtige Wahl dieser Grenz - m a r k e n all ovo an2 III . ) .
st Bergt . E . Huhn : „ Geschichte Lothringens . " S . 8 bis 9 , und Karte . ^ lieber das Berhältniß dieser mittelrheinischen Stämme bergt . H . Kiepert : „ Lehrbuch der alten Geographie " § . 451 , 452 und 456 .
2 ) Zum ganzen Thema bergt , die archäologische Karte der Pfalz und der Nachbargebiete bon Dr . C . Mehlis , sowie Text dazu .
Alaska .
( Nach Iwan Pctroff , Report on tlie Population , Industries and Resources of Alaska .
Washington 1884 . )
III . ( Schluß . ) \
Ko . Die Ethnographie von Alaska bietet trotz Allem , was in neuerer Zeit hierüber publicirt worden ist , immer noch ein weites Feld für eingehende Studien , aber die keiten für den Beobachter sind sehr groß , besonders da die meisten Völkerschaftsnamen bekanntlich am Boden und nicht an den Leuten haften . Mit Sicherheit lassen sich vier Hauptabtheilungen unterscheiden : Jnnuit oder Eskimo , Unangan oder Aleuten , Tlinkit und Athabaska oder Tinneh .
Die Eskimos bewohnen die ganze Küstenlinie mit einer kleinen Unterbrechung an Cooks Jnlet , wo die Tinneh zur Küste durchgcbrochcn sind . Sie sind offenbar von selben Stamme , wie die grönländischen Eskimos und scheinlich^ gleichzeitig mit diesen aus dem Süden in diese nnwirthlichen Regionen gedrängt worden . Sie alle brauchen Fellboote , K a j a k s für die Männer und U m i a k s für die Frauen , durch die Russen sind auch die ursprünglich ans den Aleuten einheimischen mehrsitzigen Baidarken eingeführt worden . _ Ihre Lebensweise ist der ganzen küste entlang ziemlich dieselbe , nur daß die einen mehr auf dem Lande , die anderen mehr ans dem Wasser jagen . Sie haben keine anerkannten Häuptlinge , wohl aber so ziemlich in jeder Ansiedelung einen Mann von besonderem Einfluß , Globus L . Nr . 12 .
der bei Handelsgeschäften den Verkehr vermittelt ; er heißt Umailik , besitzt aber keinerlei Autorität über seine bürger . Pctroff unterscheidet folgende Untcrabtheilnngen : die Kopagmute im Inneren ; die Nunatagmute am Noatak und Kovak , zum Theil mit den Tinneh vermischt ; die Malemute zwischen Kotzebnesund und Nortonsund , die eifrigsten und kühnsten Händler in Alaska ; die Kin - gi gimute , kriegerische kühne Händler , welche den Verkehr zwischen Amerika und Asien vermitteln , aber kaum selbst jagen ; dann längs der Küste nach Süden die Kaviagmnte , die U n a l i g m u t e am Nortonsund , die I k o g m u t e an derJukonmündung , die Magmute oder Minkleute in den Deltaebenen , die Nunivagmute und die Kajaligu - mute ; die drei letzten Stämme vereinigt Dall als mute . Im Knskokvimgebiet wohnen die mute , 3000 bis 4000 Seelen stark ; sie sind dunkeler als ihre nördlichen Nachbaren und haben häufig Schnurrbärte . Die Togigamute am Togiak sind erst seit 1880 mit den Weißen in Berührung gekommen ; Petroff war der erste , welcher die Stämme im Inneren besuchte . Weiber und Kinder flüchteten schreiend vor ihm . Sie leben meistens nomadisch , ohne jede Autorität , selbst ohne Umailik , nur die Küstenstämme auf Cap Newenham sind civilisirter .
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