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Bibliographische Daten: Der Urquell, 2.1898

Wilhelm Milke: Zur inneren Gliederung und geschichtlichen Stellung usw. 59 
2. Rotuma 
3. Fiji 
4. Polynesian (All Polynesian languages including the Outliers) 
C) Pentecost, Aurora, and Leper's Islands; Bank Is., Torres Is. 
d) (?) Micronesian (all the languages of Micronesia except Palauan and 
Chamorro; the membership of this grouping in the New Hebrides-Banks 
subgroup is highly probable, but not certain)." 
Ich bin bereit, diese Gruppe zu akzeptieren, bis auf die Zugehórigkeit der 
Banks- und Torres-Inseln, nicht aber die von Grace angegebene Untergliede- 
rung. Hier bestreite ich, bis zum Beweis des Gegenteils, entschieden, daB die 
mittleren Neuen Hebriden enger mit Fiji, Polynesien und Rotuma zusammen- 
gehóren als mit ihren Nachbarn im Süden (Eromanga, Tanna, Aneityum) und 
im Norden (Maewo [Aurora]), Petecóte, Aoba (Leper's Is.). 
Da Grace die Kriterien, die er bei der Fein- und Feinstgliederung benutzt 
hat, nicht angibt, kann ich nichts weiter tun, als seiner Gliederung die meine 
entgegenzustellen, die ich in verschiedenen unveróffentlichten lautvergleichen- 
den Arbeiten erarbeitet und hinsichtlich des Wortschatzes an der Verwandt- 
schaftsterminologie (vgl. Milke 1938) kontrolliert habe. Meine Gliederung geht 
von dem Verhalten der drei ur-melanesischen Laute 
aus. Es ergeben sich drei Hauptgruppen: 
A) UMN *» fortgefallen, *d und *1 (ursprünglich getrennt) erhalten, zum Teil 
sekundär zusammengefallen (Polynesien!). Hierhin gehôren die von Grace 
in seiner Gruppe 5 zusammengefabten Sprachen, aber ohne Banks- und 
Torres-Inseln (¥y und *d —r), sowie zusátzlich die Sprachen der westlichen 
Inseln des Bismarck-Archipels (Wuwulo und Aua, Ninigo, Agomes, Kaniet) 
und der Admiralitäts-Inseln, auBerdem mit überwiegender Wahrscheinlich- 
keit die Sprachen von Neukaledonien und den Loyalty-Inseln. Die Unter- 
gliederung würde etwa folgendermaßen anzusetzen sein: 
A 1. Westliche Inseln des Bismarck-Archipels und Admiralitäts-Inseln. 
A 2. Neue Hebriden. 
A 3. Neukaledonien und Loyalty-Inseln. 
A 4. Fiji. 
A 5. Rotuma. 
A 6. Polynesische Sprachen. 
A 7. Mikronesische Sprachen. 
a) Hauptgruppe: Marshall-Inseln, Karolinen (Ponape, Truk, Zentral- 
Karolinen, südwestliche Karolinen) (UMN dl, UMN = 1) 
b) Gilbert-Inseln. 
c) Restgruppe (unsichere Stellung): Nauru, Kusae, Yap. 
B) UMN *» mit *1 zusammengefallen — 1, *d ursprünglich selbständig. 
Einzige Vertreter: Südost-Salomonen (Isabel, Florida, Guadalcanar, Mala, 
S. Christoval) (4). 
C) UMN *» und *d zu r zusammengefallen, *| (ursprünglich) gesondert er- 
halten. Hierher gehóren folgende Untergruppen: 
C 1. Neuguinea-Sprachen (5): 
a) Sprachen der Geelvinck-Bay und der Humboldt-Bay. 
b) Neuguinea-Gruppe im engeren Sinne: Alle anderen melanesischen 
Sprachen von Neuguinea, einschließlich Südwest-Neubritannien. 
C 2, Neuirland-Gruppe: Sprachen von Neuirland und vorgelagerten Inseln, 
Tuna (Gazelle-Halbinsel), melanesische Sprachen von Buka und Bou- 
gainville, der Shortland-Inseln, von Neu-Georgia und Choiseul. 
 
	        
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