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Schirmunski:
— 6. An jedem prasdnik 1 ) ist es da: Naroda tjemnota 2 ): Die Eisenbahn ist so be
setzt: Schto prosto, brat, bjeda 3 )! — 7. Es ist auch ein Katrinhof 4 ) da: Am ersten
Tag den Mai: Da kann man haben, was man will: Gdje chotschesch, tarn guljai 5 )! —
8. Tarn jest otlitschnysch traktirow 6 ): Ganz nach Franzosen Fuß: A djenjeg jest,
tarn budjet 7 ) Bier: Daß man erstaunen muß. — 9. Und auch am zweiten Pfingsten
tag: Po rußki Duchow Djen’ 8 ): Idjot kupjetscheski synok 9 ): Die reiche Braut zu
sehn. — 10. Und auch der Lawotschnik-Chosjain 10 ): Kämmt sich die Haare glatt:
Und mischt sich ins Gedräng hinein: In slawny Ljetni Sad 11 ). — 11. Will man
Krestowski Ostrow 12 ) sehn: Sidja tarn tschas w Traktir 13 ): Da amüsiert der njem-
jetz 14 ) sich: Bei Tabak und bei Bier. — 12. Und auch der Kaufmann mit dem Bart:
Mit seine sjemljaki 15 ): Bewirten sich auf aller Art: Mit Schnaps und Piroschki 16 ). —
13. Und kommt man auf den Kollerberg 17 ): Kogda choroschy djen’ 18 ): Die Bürgers mit
dem Samowar: Sich amüsieren sehn. — 14. Und dann fährt man auf’s Dampf
schiff fort: Nach Peterhof’s 19 ) schön Fest: Da ist auch ein Gedränge dort: Schto,
brat, ni wstat’ ni sjest’ 20 ).
Zwei andere Fassungen aus Neu-Saratowka sind gekürzt. B (aus einem
Liederheft vom Jahre 1884) hat nur zwölf Strophen: es fehlen A 11—12.
In C fehlen A 10—14.
Die Fassungen aus der Ukraine weichen sehr stark ab. Die Beschreibung
der Sommerausflüge, die außerhalb Leningrad unverständlich sein mußte,
ist auf verschiedene Weise gekürzt. Dagegen erscheinen noch weitere
Strophen, welche das Familienleben dieser kleinbürgerlichen Kreise
schildern: den Mann, der betrunken aus dem Wirtshaus zurückkommt,
seine Schlägereien mit der Frau. Vgl. z. B. D aus Kolonie Prischib
(Molotschnajagebiet), wo nach A 1—3, 5 noch folgende Strophen erscheinen:
D. Str.5. Und wer sich dann betrunken hat: Der sagt sich selber — ,,Stoi !“ 21 ):
Und wer kein Geld zum zahlen hat: Der geht pjeschkom domoi 22 ). — Und wenn er
dann nach Hause kommt: So heißt’s — „Zena, postoi!“ 23 ): Und wenn er gleich den
Schnaps vermißt: Kommt er, wie ein Tschort, domoi 24 ). — 7. Dann greift er in die
Hosentasch: Und zieht das Geld hervor: „Synotschek, ty stupai w Kaback 25 ):
Sonst gibt es einen Spor“ 26 ). — 8. Und wenn das Weib das Maul auftut: So heißt’s —
„Zena, moltschi ! 27 ): Sonst, wenn ich einen Prügel krieg: Wird dir’s nicht wohl
ergehn ! — 9. Und dir damit po spinje dam 28 ): Schtuck dwatsat’ 29 ) an der Zahl!“:
So geht es wohl den Zenschtschinam 3 0): Fast immer überall. — 10. So geht’s, wenn
man geheirat’ hat: Dann heißt’s — „Zena, tjerpi!“ 31 ): Da bekommt man auch noch
Schläge satt: Fast wie das liebe Vieh.
Eine zweite Fassung von der Molotschnaja zeigt die Reihenfolge
A 1—3, 8, 10, 5 -f D 5—8. Zu dieser Gruppe gehört auch der Text bei
Schünemann, Nr. 265 (aus Gnadental, Bessarabien): die Reihenfolge der
Strophen ist wie in D; es fehlt nur D 7. Auch die Fassungen aus dem Wolga
gebiet (z. B. in der Sammlung von Pater Weigel) gehören zur zweiten
4 ) Feiertag. 2 ) Voll von Menschen. 3 ) Daß es wirklich ein Unglück ist.
4 ) Ein Volksgarten. 5 ) Spazier, wo du willst. 6 ) Da sind schöne Wirtshäuser.
7 ) Und wenn du Geld hast, dann gibt es . . . 8 ) Auf russisch — Tag dea
heil. Geistes. 9 ) Da geht der Kaufmannssohn.
10 ) Inhaber eines kleinen Krämerladens.
X1 ) In den berühmten Sommergarten (ein Stadtgarten).
12 ) Insel Krestowski, in der Newamündung (beliebter Ausflugsort).
13 ) Indem man eine Stunde im Wirtshaus sitzt.
14 ) Der Deutsche. 15 ) Landsleute. 16 ) Gefüllte Pastetchen.
17 ) Beliebter Ausflugsort der deutschen Kleinbürger in Alt-Petersburg (ge
wöhnlich — Kullerberg).
18 ) Wenn es ein schöner Tag ist.
19 ) Kaiserliches Landschloß und Sommerfrische am Meer.
20 ) Daß man keinen Platz weder zum Sitzen noch zum Stehen hat.
21 ) „Genug!“ 22 ) Zu Fuß nach Hause. 23 ) „Warte, Frau!
24 ) . . . ein Teufel, nach Hause. 25 ) „Söhnchen, lauf mal in die Schenke!“
26 ) Streit. 27 ) „Frau, schweige still!“ 28 ) Auf den Rücken schlage.
29 ) Zwanzig Hiebe. ao ) Den Weibern. 31 ) „Dulde, Frau!“