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Objekt: Deutschlands Kriegsgesänge aus dem Weltkrieg 1914

Was birgt er so ängstlich, so furchtsam wild 
Das Blatt, das Blatt in seiner Hand, 
Das Blatt der Schande von Engeland? — 
Da tritt sein Minister leise ein 
Und lächelt kühl und lächelt fein 
Und klingelt, klingelt mit Geld, mit Geld: 
Es reitet der Kaiser, der Kaiser ins 
Feld! 
Im Elysee ein leises Laufen, 
ceises Getuschel an Tür und Tor: 
Monsieur le président, il dort!“ 
Da naht ein wild erregter Haufen, 
Marseillaise dringt schrillend empor 
„Le président, il dort, il dort — 
Doch plötzlich dringt mit eilenden Schritten 
Mitten durch den brüllenden Chor 
Tin Bote — „Mais, il dort — il dort!“ 
Doch er klopft und schellt und klopft und schellt, 
Daß hämmernd es in die Ohren gellt: 
Es reitet der Kaiser, der Kaiser ins Zeldt 
Horch! — — Ein Signal! 
Es rauscht und dröhnt, 
In Wäldern laut der Sturmwind stöhnt, 
Es schreitet mit Schritten riesengroß 
Über die Berge mit Macht und Stoß, 
Es klirrt in den Lüften, 
Wie Orgelton 
Braust es hinauf zum Kaiserthron. 
Am Uyffhäuserberge erklang ein Schrei: 
herbei ihr Deutschen, herbei, herbei! 
Es dröhnt die Erde, es bebt die Welt: 
Der Kaiser, der Kaiser reitetins Feld! 
‚Cübeckische Anzeigen.“ 
W. A. Krannhals. 
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