4. Juli 1887.]
Nach den Panga - Fällen.
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rundherum sehr wenig einladend war, mußten wir durch die zu
nehmende Dunkelheit rascher vorwärts dringen. Als der Regen zu
fallen begann, fingen wir mit dem Bau des Lagers an.
Die Zelte wurden schleunigst über dem niedrigen Buschwerk auf
geschlagen, die Haumesser krachten und die Aexte klangen, um einen Raum
für das Lager zu lichten. Der Regen war kalt und fiel in schweren
Tropfen, die so groß wie Thalerstücke auf die in Baumwollenstoffe ge-
gekleideten Männer fiel und sie erschauern ließen. Ueber uns rollte
der Donner und der Blitz warf grellen Feuerschein durch die Dunkel
heit, in der bis um 9 Uhr die müde, hungerige Karavane.ins Lager
wankte. Der Regen war so heftig, daß wir die Feuer nicht anzünden
konnten, und noch um 3 Uhr morgens saßen wir zusammengekauert
und uns aneinander drückend inmitten der kalten, feuchten, dampfenden
Ausdünstungen und des feinen Sprühregens. Dann erst wurden die
Feuer angezündet, worauf die Leute um die Dutzende von Flammen
pyramiden saßen, um sich in eine fröhlichere Stimmung hinein zu
wärmen, bittere Maniokwurzeln zu rösten und die nagenden Schmerzen
des Magens zu stillen.
Am 4. Juli hielten wir uns in der Richtung Nord zu
Ost, und nach einer Stunde hörten wir in der Ferne Eingeborene
im Chor singen. Wir sandten sofort Kundschafter aus, um zu er
fahren, was das zu bedeuten habe, und vernahmen gleich darauf
Schießen, welches näher zu kommen schien. Ich musterte die nächste
Compagnie, ließ die Waaren aufstapeln und sandte die Leute als
Plänkler aus. Dann trafen Boten ein mit der Meldung, die
Kundschafter hätten den Fluß erreicht, auf welchem ein Kanoe heran
gekommen sei, dessen Insassen die Bogen gespannt gehabt und
die bereits aufgelegten Pfeile sofort auf die Kundschafter abgeschossen
hätten, sodaß sie gezwungen gewesen seien, Feuer zu geben. Darauf
setzten wir den Marsch fort und befanden uns um 8 Uhr morgens
wieder am Flusse, gerade noch früh genug, um eine Anzahl von
Eingeborenenkanoes um eine Biegung am jenseitigen Ufer verschwinden
zu sehen. Ein verlassenes Kanoe, welches am Lande festgebunden war,
enthielt eine Ziege.
Da ich bemerkte, daß der Fluß ruhig und frei von Strom
schnellen war, und den Leuten so viel Arbeit zu ersparen wünschte, als
die Verhältnisse gestatteten, ließ ich die Abtheilungen des Stahl
bootes ans Ufer bringen, wo Herr Jephson, dessen Compagnie mit
der speciellen Aufsicht über den „Advance" betraut war, mit dem