Über die Herkunft der im Bereich altperuanischer Kulturen usw. 291
Provinzhauptort Inquisivi (3000 m) verlängert. Von hier aus steigt man
auf Maultierwegen ins Tal des Rio Cazu ab, der sich bei den Jesuiten-
ruinen von Sacambaya (1700 m) mit dem Rio Ayopaya vereinigt. Hier
beginnt der Anstieg in die Cerrania von Palea. Auf der Westseite derselben
liegt 2850 m hoch das große Landgut Saillapata in paradiesischer Gegend.
Es ist leicht, von diesem aus auf mehreren Wegen den breiten Kamm
des Gebirges zu erreichen und ihm südwärts bis zu der wenig hervor-
Abb.8. Cerro Sapo (4200 m) von Tultuani gesehen. Im Vordergrunde
der Rio Corimayu („Goldbach‘“). Der Sodalithgang befindet sich in der
Bildmitte an der oberen Waldgrenze.
tretenden Felsnase des Cerro Sapo (ca. 4200 m) zu folgen, auf dessen Ost-
seite die Sodalithgruben liegen. Die Reise von Quime bis hier kann man
auf einem guten Tier in zwei bis drei Tagen machen.
Auf der Detailkarte der Cerrania von Palea (Abb. 2) ist die Morpho-
logie dieses wenig bekannten Gebietes dargestellt. AuBerordentlich groß
sind die Hohendifferenzen zwischen dem tief einschneidenden Ayopayatal
und den unwirtlichen Höhen des Gebirges. Am NordfuBe der Cerrania
von Palca liegt auf einer Terrasse über dem Ayopaya in 1600 m Höhe
die Zuckerrohrplantage Pampa grande. Hier mündet von Süden ein Fluß
in den Ayopaya, dessen Unterlauf nicht zugänglich ist. In dem flachen
oberen Teil liegen zahlreiche Indianersiedlungen. Bei dem Dorfe Tul-
tuani (ca. 2650 m) mündet der Rio Corimayu (Goldbach) ein, dessen Quell-
bâche vom Cerro Sapo kommen.
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