Volltext: Zeitschrift des Vereins für Volkskunde, 11.1901

Roecliger : Protokolle . 
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Der Herr Verfasser handelt dann von der schwarztuchenen Mütze , der Schneppe - kapp , und ihrem etwaigen Alter ; dann über den Trauermantel und den schwarzen Schleier , die beide ursprünglich zur feierlichen Tracht überhaupt gehörten , wegs nur bei Begräbnissen . Im Kreis Eschwege heisst der Mantel „ der Hauken " , dasselbe Wort wie die Heuke der Limburger Chronik zu 1349 . 1351 . Herr J . spricht nun über diese im Nordwesten und besonders in den Niederlanden bekannten Heuken , deren Namen ( wie ursprünglich die Sache ) aus dem spanischen Arabien stammt ( arab . haik ) . 
Das hier Mitgeteilte . wird die Bedeutung des Justischen Werkes für die deutsche Trachtenkunde erraten lassen . Bemerken will ich noch , dass die technische führung der Bildtafeln mir gegen das erste Heft im Fortschritt begriffen erscheint . 
K . Weinhold . 
Aus den 
Sitznngs - Protokollen des Vereins für Volkskunde . 
Freitag - , den 22 . Februar 1901 . Herr Geheimrat Friedet sprach über Fischereigeräte und legte dahin gehörige Gegenstände aus dem Märkischen Provinzial - Museum vor , die aus der ältesten bis in die Neuzeit reichten . Denn die Spuren der Fischerei gehen sehr weit zurück , obwohl die gemeiniglich genommenen Etappen der menschlichen Entwicklung : Jagd und Fischerei , leben , Ackerbau keineswegs allgemeine Gültigkeit haben . Ergiebige Fischerei ist ohne Werkzeuge unmöglich . Sie setzt aber , wie paläolithische Funde in Frankreich und Belgien beweisen , schon frühzeitig ein , auch in Amerika . Die beste Übersicht liefert das Werk von Bau , Prehistoric fishing in Europe and North - America , ausgegeben vom Smithsonian Institute 1884 . Der Vortragende wies nach , dass die Geräte sowohl für die stille , wie für die bewegte Fischerei eine merkwürdige Ubereinstimmung und Dauer der Formen erkennen lassen , selbst bei komplizierten Stricknadeln für Netze oder bei Otterfallen . Statt des Eisens wendet man noch jetzt gern Stein und Knochen an . Von hervorragender Schönheit war eine neo - lithische Harpune . Es wurden auch Stücke vorgelegt , die in junger Zeit beim Fischhandel dienten , z . B . ein Masshecht . — Darauf verlas Herr Sökeland den Kassenbericht des Schatzmeisters für 1900 , wobei der wiederum bewilligte und so notwendige Beitrag des hoben Ministeriums mit ehrerbietigem Danke zu wähnen war . Da die Aufstellung für richtig befunden war , erhielt der Herr Schatzmeister Entlastung . In den Ausschuss wurden gewählt Fräul . Lemke und die Herren Priedel , Bartels , Mielke , Bastian , Erich Schmidt , Boite , Marelle , Voss , Brandl , Heusler , Moebius . Schliesslich erörterte Herr Prof . Dr . Martin Hartmann die Stellung der Frau im Islam in einem Vortrag , der in der Zeitschrift weiter ausgeführt erscheinen wild . 
Freitag - , den 22 . März 1901 . Herr Fabrikant Sökeland führte W tin schei - i'uten in Thätigkeit vor und erklärte ihre Bewegungen aus der Art , wie sie gehalten werden , bei gewolltem oder unwillkürlichem Anstoss durch den Träger . Das dazu prädestinierte Holz ist die Hasel ( oben S . 11 ) , doch benutzt man auch
	        
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