Volltext: Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft, 9.1877

Sitten entzieht sich billig unsrer Erörterung ; was die lich humanitäre Seite der Aesthetik betrifft , so ist unsre Zeit nicht über Schiller hinausgekommen , dessen Ideen sie logisch zu analysiren unternommen hat . 
Lässt sich nun vom Wesen des Schönen nur eine male Erklärung geben , so folgt , dass für den Fall der erklärung die allgemeine Formel durch die gegebenen hältnisse eine reale Grundlage erhalten muss . Ein uns fallendes Bauwerk muss in gewissen Maßverhältnissen tet sein ; vollkommen berechtigt sind hier die Untersuchungen , welche empirisch eine Reihe solcher uns wolgefälligen hältnisse ausfindig gemacht haben . Warum die Herschaft des goldnen Schnittes uns so oft erfreulich ist , lässt sich nicht angeben ; versichern können wir nur , dass seine heit und Harmonie uns wolgefällig anmutet . Da aber jedes Ding im Stande ist , ästhetisch zu wirken , so schien uns der gesammte Inhalt des Geistes nach der Seite des Gefühls in die Aesthetik zu gehören . 
Die , mitunter allzuausführlichen , psychologischen legungen machen das Buch , mit dem wir uns beschäftigt haben , auch für nichtwissenschaftliche Kreise zugänglich . Was darin über das Tragische , Komische und andre tische Kategorien gesagt ist , wird der Leser selbst schlagen können . 
Dr . K . Bruchmann . 
Weimar . — IIof - Buchdruekerei .
        

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