394
Höfler :
8 . das Gebäck ( Fig . 9 ) , welches am Wallfahrtsorte Mariaschnee in Oberösterreich üblich ist . Nach Dr . Frischauf in Eggenfelden , dem der Verfasser das Original verdankt , ist dies ein ehemals heidnischer Kultort gewesen ;
9 . die Hersbrucker Schnecke ( Fig . 10 ) . Das Original verdankt fasser der Frau Oberexpeditor Kuhn aus Hersbruck ;
10 . das Rodinger Nikolaibrot ( Fig . 11 ) ; dies ist dem F . Hartmann - schen Manuskripte in dem Archiv des Histor . Vereins von Oberbayern entnommen ;
11 . die ebenfalls 'Julkuse' ( Fig . 12 ) oder 'Julgalt' ( Fig . 13 ) in Schweden benannte halbe Schnecke ;
12 . eine Abart davon stellt die Dillinger 'Schnecke' dar , abgeknickte Form der halben Schnecke ( Fig . 14 ) , sowie das sog . 'Hasenschwänzchen' , welches in Form einer nackten 'Waldschnecke' gebacken wird und ein übliches Mürbbrot auf oberdeutschen Jahrmärkten ist ( Landolt , Schweizer . Kochbuch S . 518 . Rochholz in der Illustr . Zeitung 1868 , No . 1294 , S . 271 ) .
Fig . 14 .
Fig - . 15 .
Fig . 16 .
Fig . 17 .
Fig . 18 .
Fig . 19 .
Fig . 20 .
Fig . 21 .
Fig . 22 .
Die äusserst en abgetrennten Spiralen ( Rosen , Schnecken , Hörnl , Wagenrad ) ohne Kreuzung der Speichen des ganzen Gebildbrotes stellen vor :
13 . die St . Gallener Schneckennudel ( Fig . 15 ) ( Herr Pfarrer Gimmi in Lenzburg ) ;
14 . die Dahlbrucher Schnecke ( Fig . 16 ) ( Frau Klein in Dahlbruch ) ;
15 . Das Wiener Giraffel , Kissingen ( Fig . 17 ) ( Herr Rathgen in Strassburg ) ;
16 . die Kissinger Weihnachtsrose ( ebenfalls ) ( Fig . 18 ) ;
17 . das Thüringer Tautäffchen ( ein Tauten - , Doden - Patenbrot , im Gegensatz zum Hornaffengebäck so benannt ) ( Fig . 17 ) . — [ Über die schiedenen Bedeutungen von 'Tautäffchen' vgl . Mitzschke , Ztschr . f . dtsch . Kulturgeschichte n . F . 2 , 259 ( 1892 ) , dazu Ztschr . f . dtsch . Philologie 26 , 55 und 430 ] ;
18 - die Schnecke aus Ehingen in Württemberg ( Fig . 19 ) ;