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Kleinere Mittheilungen.
Von Dr. Heinrich Wankel.
{L.
Durch Herrn Professor Woldrich habe ich die Aufforderung
erhalten, meine anthropologische Sammlung zugleich mit jener der
anthropologischen Gesellschaft in der Weltausstellung auszustellen,
[ch fühle mich durch diese Aufforderung umsomehr geschmeichelt,
als mir hiemit der Beweis gegeben ist, dass man meiner Sammlung
eineh wissenschaftlichen Werth zuschreibt, und es bleibt mir nur
der Wunsch, dass man sich hierin nicht getäuscht haben möge,
Die Sammlung besteht aus mehreren Collectionen und zwar:
1. Aus den Funden in der Slouper Höhle; hiezu gehört ein zu-
sammengesetztes, vollständiges, riesiges Höhlenbärenskelet, ein nicht
zusammensetzbares Skelet den Felis leo spelaea, Skelettheile sammt
Schädel des Gulo sp. Knochen von Hyaena sp. etc., eine grosse
Partie pathologischer Knochen von ursus spel., eine Zusammen-
stellung embryonaler Knochen, Zahnentwicklung des ursus und
Reste des Frasses der Thiere.
Die 2. Collection besteht aus den geschlagenen Steinwerk-
zeugen, geschnitzten Beininstrumenten, Knochen von Thieren und
Menschen aus der Byciskäla-Höhle.
Die 3. besteht aus den Funden in Vypustek. Die 4. aus
denen von Raygern sammt Opferplatte und Menschenknochen.
Die 5. Gruppe aus den Funden von Brozänek in Böhmen. Die 6.
ist eine Collection von Aschenkrügen von Branovice, worunter sich
aine Riesenurne sammt Deckel von beinahe 3 Fuss Höhe befindet.
Diese Sammlung gibt zwar ein schwaches und unvollkommenes
Bild der Urgeschichte Mährens, hat aber sofern Interesse. als sie
eine complete Local-Sammlung ist.
Neuester Zeit habe ich die Nachforschungen in der Byciskäla-
Höhle wieder aufgenommen; es hat nämlich Se. Durchlaucht der
regierende Herr Fürst Johann zu Liechtenstein in grossmüthiger
Weise durch ein für mich sehr schmeichelhaftes Schreiben eine
Anzahl Bergleute mir zur Verfügung gestellt, um die Höhle gründlich
zu durchforschen. Diese Nachgrabungen gewinnen an Interesse durch
einen höchst interessanten Fund:
Im Jahre 1869 haben zwei Studirende die Byciskäla-Höhle
besucht und dort in der Eingangshalle eine Bronzefigur, einen Stier