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Objekt: Mitteilungen der Anthropologischen Gesellschaft in Wien, 2.1872

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Kleinere Mittheilungen. 
Von Dr. Heinrich Wankel. 
{L. 
Durch Herrn Professor Woldrich habe ich die Aufforderung 
erhalten, meine anthropologische Sammlung zugleich mit jener der 
anthropologischen Gesellschaft in der Weltausstellung auszustellen, 
[ch fühle mich durch diese Aufforderung umsomehr geschmeichelt, 
als mir hiemit der Beweis gegeben ist, dass man meiner Sammlung 
eineh wissenschaftlichen Werth zuschreibt, und es bleibt mir nur 
der Wunsch, dass man sich hierin nicht getäuscht haben möge, 
Die Sammlung besteht aus mehreren Collectionen und zwar: 
1. Aus den Funden in der Slouper Höhle; hiezu gehört ein zu- 
sammengesetztes, vollständiges, riesiges Höhlenbärenskelet, ein nicht 
zusammensetzbares Skelet den Felis leo spelaea, Skelettheile sammt 
Schädel des Gulo sp. Knochen von Hyaena sp. etc., eine grosse 
Partie pathologischer Knochen von ursus spel., eine Zusammen- 
stellung embryonaler Knochen, Zahnentwicklung des ursus und 
Reste des Frasses der Thiere. 
Die 2. Collection besteht aus den geschlagenen Steinwerk- 
zeugen, geschnitzten Beininstrumenten, Knochen von Thieren und 
Menschen aus der Byciskäla-Höhle. 
Die 3. besteht aus den Funden in Vypustek. Die 4. aus 
denen von Raygern sammt Opferplatte und Menschenknochen. 
Die 5. Gruppe aus den Funden von Brozänek in Böhmen. Die 6. 
ist eine Collection von Aschenkrügen von Branovice, worunter sich 
aine Riesenurne sammt Deckel von beinahe 3 Fuss Höhe befindet. 
Diese Sammlung gibt zwar ein schwaches und unvollkommenes 
Bild der Urgeschichte Mährens, hat aber sofern Interesse. als sie 
eine complete Local-Sammlung ist. 
Neuester Zeit habe ich die Nachforschungen in der Byciskäla- 
Höhle wieder aufgenommen; es hat nämlich Se. Durchlaucht der 
regierende Herr Fürst Johann zu Liechtenstein in grossmüthiger 
Weise durch ein für mich sehr schmeichelhaftes Schreiben eine 
Anzahl Bergleute mir zur Verfügung gestellt, um die Höhle gründlich 
zu durchforschen. Diese Nachgrabungen gewinnen an Interesse durch 
einen höchst interessanten Fund: 
Im Jahre 1869 haben zwei Studirende die Byciskäla-Höhle 
besucht und dort in der Eingangshalle eine Bronzefigur, einen Stier
	        
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