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Volltext: Beiträge deutscher Gelehrter zur Erforschung der altmexikanischen Kulturen un der zeitgenössischen Indianerproblematik

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brauchbaren Sprachvergleich eine Untersuchung grammatikalischer 
Besonderheiten oder Übereinstimmungen entscheidend ist. 
Schon an seiner "Inhalts-Anzeige" wird deutlich, daß er bei der 
Aufzählung mutmaßlicher Ursprünge der indianischen Bevölkerung 
Amerikas für die einzelnen Theorien Wahrscheinlichkeitsschlüsse 
anstrebte., Jedoch überbetonte er das Sprachkriterium für die 
Bevölkerungsproblematik im Gegensatz zu Kulturvergleichen, was 
sich aus seiner Spezialisierung als Sprachforscher ergab. 
Das Ziel seiner Arbeit formulierte er in der Zusammenfassung. 
Er beabsichtigte, zum Beweis der Einheitlichkeit des Mensehen- 
geschlechts beizutragen und zugleich an einem Bau mitzuwirken, 
"der aus den Trümmern der zerrissenen Menschenstämme den Stoff 
Sucht zum Verein des ganzen menschlichen Geschlechts" (Vater, 
211), Vaters Arbeit stellte so einen Beitrag zur Schaffung 
eines bürgerlichen humanistischen Menschenbildes dar, 
Die Frage nach der Einheitlichkeit der Menschheit und damit der 
Gleichberechtigung aller Menschen ergab sich aus der weltpoli- 
tischen Emanzipation der Bourgeoisie. Der wissenschaftliche 
Nachweis war auf die Tagesordnung gesetzt; einen Teil der Be- 
weisführung bildete die Klärung des Ursprungs der Indianer: 
"Sie sind ein eigener Menschenstamm, oder aus dem alten Konti- 
nent in diese neue Welt gekommen" (Vater, 3), Vater setzte 
sich für die Lösung des Problems ein, die in humenistischem 
Sinne eine vorrangige Forderung geworden war (Vater, 8). 
Die allgemeine Forschungssituation verdeutlichte ihm die Schwie- 
rigkeit seiner Bemühungen; er kam zu einem richtigen Schluß 
über die begrenzte Aussagefähigkeit archäologischer Quellen: 
"Bevölkert waren diese Länder unserer Erde eher, als Zeichen 
ihrer Bevölkerung erscheinen; nur diese aber gewähren eine fe- 
ste Basis" (Vater, 7). Für historisch weiter zurückliegende 
Probleme, z.B. das einer "Urbevölkerung", sah er nur den Weg 
über Phantasie und Vermutung zu Theorien und möglichst wahr- 
heitsnahr ı Interpretationen.
	        
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