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Objekt: Geschichten und Lieder aus den neu-aramäischen Handschriften der Königlichen Bibliothek zu Berlin

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VI 
Der Holzhauer und die Schlange, 
Ist identisch mit Pr Soc., KurdS. St. II (Abs. 1) und No. 60 der 
von HocuraıLD in Beiträge zur syrischen Fabelliteratur (Halle 1898) her- 
ausgegebenen Fabelsammlung. Auf die Verwandtschaft der syrischen 
Fabel mit der Äsor’schen „der Bauer und die Schlange“ (96 und 96b 
in der HaAım’schen Textausgabe) wies HocursLD bereits hin (p. 50 
l. ult.). Sie findet sich ferner im Pantsch, (II p. 244 f.) und wird von 
Bunrey (I p. 8359 ff.) ausführlich behandelt; füge hinzu: Krauss, 
SMSdsl. I v. 65 f. 
Pan 
As war einmal ein Mann, der war sehr arm. Er 
“9 hatte einen Sohn und eine Frau. Was verdiente 
aber dieser Mann, und was kaufte er dafür? — 
a Jeden Tag nähm er Seil, Axt und Keile (?), ging 
hin und brachte ein Bund Holz und gab es für drei Brode 
von Präge!l) weg: ein Brod für sich, eins für seine Frau 
und eins für seinen Sohn. Dieser Mann besass eine Flöte. 
Eines Tages ging er wieder nach Holz und kam an eine 
Sträucherbank (?); da setzte er sich hin und begann auf 
seiner Flöte zu spielen. Sogleich sah er eine grosse Schlange 
herauskommen, die zu tanzen anfing. Der Mann spielte nun, 
und die Schlange tanzte, bis der Mann müde war vom Spielen 
und die Schlange vom Tanzen. Hernach schlüpfte die Schlange 
in ihr Loch, brachte ein Goldstück heraus und legte es vor 
dem Manne nieder. Dieser freute sich sehr und verschaffte 
sich durch das Goldstück einen guten Tag. Er nahm es 
nämlich, begab sich nach Hause, gab es für ein wenig Ge- 
treide ..... aus und kaufte sich auch ein wenig Bettzeug, 
Am folgenden Tage ging er wieder zur Schlange und 
spielte ihr vor. Und die Schlange tanzte wieder, bis sie alle 
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1) Der Uebersetzer giebt auch nichts anderes; ist vielleicht prüge, 
„graminis species“ PxSw., Zhes. col. 32387.
	        
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